Hach, die Zeit im Camp Auszeit verging wieder einmal viel zu schnell. Wie immer eröffnete das Immergut die Festivalsaison, wie immer war es grandios. 5000 Pioniere pilgerten gen Neustrelitz, um den 15. Geburtstag des Festivals an der Mecklenburgischen Seenplatte zu begehen. Das Ding war ausverkauft, die Stimmung hervorragend und das Programm abwechslungsreich. Pünktlich zum offiziellen Festivalbeginn zeigte sich auch das Wetter in Geburtstaglaune und beschenkte alle Besucher mit zwei Tagen voller Sonne.

 

Los ging es am Freitag mit Lesungen von Paul Bokowski und Jan Roth. Den lesetechnischen Höhepunkt bereiteten jedoch eindeutig Tiere streicheln Menschen. Martin ‘Gotti’ Gottschild und Sven van Thom gehören mittlerweile schon zum festem Repertoire des Immerguts und sorgen für reihenweise Lachkrämpfe bei den Zuhörern.
Nach den Lesungen und dem gemütlichem Sitzen auf den vier Buchstaben war es Zeit, die müden Tanzbeine zu schwingen. Mozes and the Firtsborne machten den musikalischen und durchaus gelungenen Start. Feine Sahne Fischfilet galt definitiv als ein Muss auf dem Immergut 2014. Ihr Können gaben die Mecklenburger, für die es eine Art Heimspiel war, auf der Zeltbühne zum Besten. Die Luft war stickig, die Stimmung auf dem Siedepunkt: Feine Sahne Fischfilet brachte das Zelt zum Kochen – Stagediver wohin man sah. Danach ging es Schlag auf Schlag. Judith Holofernes, Wye Oak, Hundreds und Bonaparte ließen kaum Zeit für ein gemütliches Bier am Zelt oder eine Runde Flunkyball. Aber egal, so wollen wir das ja auch: Bands, die es nicht zu verpassen gilt. Einen Ausklang fand der erste Festivaltag dann bei Kommando Tanzbrause. Danach hieß es das richtige Zelt finden und ein wenig ausruhen für den Samstag.

 

Der zweite Festivaltag startete, wie schon immerguttypisch, mit dem alljährlichen Fußballturnier. Für alle nicht Fußballbegeisterten hieß es langsam in die Puschen kommen, erst mal ein Bier öffnen und warten, bis das Festivalgelände öffnet.
Gemütlich und literarisch ging es dann in den Samstag: Felix Scharlau und Sven Regener gaben eine Probe ihrer lyrischen Ergüsse zum Besten. Anschließend hieß es abzappeln zu Girls in Hawaii und Future Islands. Letztere waren für mich persönlich, mit ihrem Synthie-Rock und dem imposanten Auftreten, eine der Überraschung dieses Jahr. Mit großer Vorfreude ging es weiter zu den Indie-Rockern von Slut. Zu diesen Könnern muss man nicht viel sagen, außer: großartig. Headliner des Samstags bildete die Kombo von FM Belfast. Die Elektropopper aus Island sind zwar nicht jedermanns Sache, legten jedoch eine super Show hin. Den runden Abschluss machten dann die Jungs von Karrera Klub, in dem sie bis in die frühen Morgenstunden für Tanzstimmung sorgten.

Das Immergut 2014 bescherte allen Besuchern ein wundervolles Wochenende unter Freuden, pickepacke voll mit guter Laune, großartiger Musik und ausgezeichneten Lesungen. Bleibt nur noch eins zu sagen: Danke für die schönen Tage, wir sehen und im nächsten Jahr!