Es ist vorbei. Wir leben noch. Der Treptower Park steht noch (so mehr oder weniger). Und keiner ist schwanger. Jedenfalls von uns. Wie gewohnt bekommt ihr einen kleinen Rückblick auf das Lollapalooza 2016 in Wort und Bild (und in Farbe).

Lollapalooza 2016 – Ein Rückblick

Lollapalooza 2016 – Ein Rückblick

Das war es also, das Lollapalooza 2016. Das Festival feierte am 10. und 11. September seinen zweiten Geburtstag und präsentierte sich in einem völlig neuen Gewand: grüne Wiesen und Weiten im Treptower Park luden ein, für zwei Tage Musik, Kunst und Kultur und gutes Essen zu genießen. Da ist also für jeden etwas dabei. Aber immer der Reihe nach.

Lollapalooza 2016 – Ein Rückblick

Tag 1 – Samstag

Der Weg

Wer den Treptower Park kennt, hätte ihn trotzdem nicht wiedererkannt. Durch Zäune, Absperrung und Flatterbänder wurde ein Labyrinth geschaffen, in dem wir uns erstmal zu Recht finden mussten. Unser Eingang Ost befand sich nähe S-Bahn Plänterwald und bei 30 Grad war dieser Gewaltmarsch (ja wirklich, wir hatten keine Feuchttücher bei) eine echte Herausforderung. Am Ziel angekommen, hat jedoch alles wunderbar funktioniert. Es gab genug Eingänge, dass es zu keiner langen Wartezeit kam. Ausweis vorgezeigt und schon standen wir mitten im Lollapalooza.

Das Gelände

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Das Lollapalooza war wie eine kleine Stadt mit verschiedenen Vierteln aufgebaut. Im „Grünen Kiez“ durften wir verschiedenen NGOs die Hände schütteln, während das Lolla Fun Fair auch für erwachsene Kinder viele Dinge zum Spielen bereit hielt. Laut der Wahrsagerin werden wir entweder einen schönen, dunkelhaarigen Mann treffen oder sehr reich werden oder beides.

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Wir waren ziemlich froh, dass wir besagten Mann nicht direkt dort getroffen haben, denn durch den Staub, der wirklich überall war, sahen wir nach 2 Stunden so aus, als würden wir direkt im Treptower Park leben.

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Die Tränen

Unsere Gruppe war gespalten. Einige fanden, dass Philipp Poisel „einfach sehr viel fühlt und diese Gefühle auch direkt an sein Publikum transportiert.“ Die anderen haben gelacht. Und der Poisel Philipp hat geweint. Wir wissen nicht genau warum, aber das sind die Top 3 unserer Vermutungen:

  1. Jemand hat sein Mikrofonständer so hoch gestellt, dass er nicht rankam und weinen musste.
  2. Er hat seinen Text vergessen und musste weinen.
  3. Er wollte seine Gitarre auf der Bühne verscherbeln (Wolle Gitarre kaufe?), aber niemand woll(t)e. Und ratet mal. Richtig. Er musste weinen.

 

Der Paul

Die hier schreibende Autorin kannte Paul Kalkbrenner gar nicht richtig und hat ihn auch immer wieder mit seinem Bruder verwechselt, dem Fritz. Den kennt sie aber auch nicht. Anscheinend war Paul Kalkbrenner ein Publikumsmagnet, denn auf einmal wackelte die Wiese. Und es staubte. Mehr können wir nicht dazu sagen, denn wir haben uns schnell (Achtung, super Wortspiel) aus dem Staub gemacht.

Die Löwen vs. New Order


Als die Kings of Leon aufspielten, ging gerade die Sonne unter. Hört sich kitschig an oder? War es auch. Sie dudelten ein wenig vor sich hin, aber das Wetter, die Stimmung und der Rest werteten das Konzert soweit auf, dass wir komplett zufrieden waren.

Der Rest von uns gab sich New Order und befanden sie auf einer Skala von „Lass uns lieber noch ein Handbrot essen“ bis „Ich lass mir das Gesicht des Sängers auf mein Gesicht tätowieren“ für „ziemlich cool“. Das Publikum hat den Altersdurchschnitt vom Lolla enorm in die Höhe getrieben, aber … naja eigentlich gibt es kein aber. Hier noch ein Zitat von Mariella:

Es war ein bisschen wie auf einer Zeitreise und ich vermute, auf Drogen wäre es noch viel besser gewesen. Die Musik war gut tanzbar und sie klangen super.

 

Tag 2 Sonntag

Der Weg

Oh yeah, wir durften direkt den Westeingang benutzen und mussten uns nicht durch den wilden Treptower Park schlagen. Und wieder sind wir begeistert. Es hat sich zwar eine größere Menge vor den Eingängen gesammelt, aber der Einlass lief schnell und professionell ab. Well done, Lollapalooza.

Wieder das Gelände

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War hier nicht gestern noch Gras? Man sah fast nur noch trockene Erde und ein paar traurige Halme. Der Staub hat sich überall abgelagert, auch auf unseren Crepes und kunstvoll geflochtenen Locken. Wieder sahen wir nach kurzer Zeit wie glückliche Schweine aus. Die ziemlich viel husten mussten.

Das Gerücht

Angeblich sollte Justin Bieber zusammen mit Major Lazer auftreten und performen. Da er auch direkt am folgenden Mittwoch ein Konzert in Berlin gibt, war dieses Gerücht gar nicht so weit hergeholt. Leider (oder zum Glück, ganz wie ihr wollt) blieben Major Lazer mit zwei tanzenden Frauen allein auf der Bühne. Deren Auftritt kann die hier schreibende Autorin nur als Lärm mit etwas Gebrüll beschreiben. Das sahen aber sehr viele ganz anders und sorgten für eine riesige Staubwolke über dem Publikum.

Der Vodka

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Netterweise hat uns Absolut Vodka zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Wir durften den direkt für das Lollapalooza kreierte Drink „Absolut Lolla“ testen.  Waldmeisterlimo, Limettensaft, Minze und Beeren werden mit einem Schuss Absolut Vodka gemischt und schmecken wirklich lecker. Das fanden auch ziemlich viele Besucher, denn die Bar war trotz happiger Preise stark frequentiert.

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Das, der, die Radiohead

Wir waren tatsächlich schon Tage vorher sehr aufgeregt und kamen trotzdem zum Auftritt etwas zu spät. Die Beginner musizierten länger als gedacht. Unsere Erwartungen an Radiohead waren sehr groß und wurden am Anfang etwas enttäuscht. Die ersten Songs waren vom neuen Album und für eine Festivalatmosphäre etwas sperrig.

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Glücklicherweise sprang irgendwann der Funken auf das Publikum über und wir genossen über zwei Stunden ein großartiges Konzert. Wenn man denkt, man hat manche Songs schon zu oft gehört, dann ändert man diese Meinung sofort, sobald man sie live hört. Das ganze Publikum hat zum Schluss in harmonischer Eintracht „Creep“ und „Karma Police“ gesungen und es war verdammt nochmal AWESOME!

Das Fazit

Lollapalooza 2016 – Ein Rückblick

Die Auswahl der Bands kannten natürlich alle schon vorher, aber das Lineup war dann trotzdem etwas enttäuschend. Dadurch hatten wir aber immer viel Zeit im Schatten zu sitzen und die unglaublichen Köstlichkeiten zu verspeisen (innerhalb von Sekunden), die auf dem Lolla angeboten wurden. Insgesamt empfanden wir das Festival als sehr friedlich und entspannt. Es war straff durchorganisiert und der Wechsel der verschiedenen Künstler auf den Bühnen lief großartig. Als Besucher war der Treptower Park trotz des vielen Staubs ein schöner Ort zum Feiern. Trotzdem begrüßen wir es, dass das Lollapalooza im nächsten Jahr nicht dort stattfindet. Falls eine adäquate Location für 2017 gefunden wird, sind wir auf jeden Fall dabei.

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Und weil wir die krasseste Redaktion von der Welt sind, wollen wir euch unsere Eindrücke vom Lollapalooza auch als Bewegtbilder näher bringen. Deshalb seht ihr hier unser SLEAZE ihm seine Videos – Lollapalooza Berlin 2016:

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