Kürzlich gab es für die SLEAZELs die Ansage, dass zu positiv geschrieben wird, was ja an sich nichts Schlechtes wäre, aber wir sollten doch mal kritischer hinterfragen. Ich betrachte hiermit kritisch und komme zu dem Schluss, dass das Konzert des New Yorker Duos MS MR am Montag im Berliner Prince Charles mal extremst hammer überfett wundertoll war! (Entschuldigung, einmal muss ich noch. Ich bin doch jetzt Fangirl)

MS MR Max zieht Fresse

Etwa 22 Uhr ist es, als Sängerin Lizzy Plapinger mit neuer Haarpracht – den rosa-lila Farbverlauf tauschte sie gegen nachtblau (ich bin so neidisch und verliebt) – und einem breiten Lächeln die Bühne betritt und in das düstere Intro zu Bones einfällt.

Es ist nicht hell, aber auch nicht dunkel, Weltuntergangsstimmung macht sich breit. Dieses gute Apokalypsengefühl, voller Kraft und spürbarem Herzschlag. Während die erste EP der beiden mit Namen Candy Bar Creep Show schon für erregtes Zittern sorgte, lässt das Duo einem live gar keine andere Wahl als mit geschlossenen Augen und fetter Gänsehaut in der Masse zu schwimmen. Alle schwitzen in dem kleinen Laden. Scheißegal!

„Die sind so sympathisch. Noch so wundervoll unverbraucht.“, schreit es mir ins Ohr, meine Antwort ist ein gefesseltes Nicken und ein verträumtes Lächeln. Als dunkles Bassbrummen und die markanten Synth-Sounds der ersten Single-Auskopplung Hurricane durch die Menge vibrieren, spielt auch für den Letzten keine Rolle mehr, ob er schwitzt. Die Menge ist sich einig, es wird sogar mitgesungen. Die Fans der ersten Stunde wanken glückselig aneinander. Leider markiert das nach 45 Minuten auch schon das Finale dieser musikalischen Sturmwanderung.

MS und ihr MR, Max Hershenow, begleitet von Drummer und Mulitinstrumentalist schaffen die perfekte Balance zwischen eigener Überwältigung und der düsteren Übermannung ihres Publikums.

Nächster Stopp MELT!, Freunde!

Wir sehen uns dann dort, ja? Bis dahin, viel Spaß mit dem Interview mit Max und Lizzy im SLEAZE #35!

Kirsten

 

Fotos: http://msmrmusic.tumblr.com/