Wir waren letztes Jahr schon beim ersten Pure & Crafted Festial dabei und um die Vorfreude auf die diesjährige Ausgabe weiter zu steigern, erzählen wir euch mal, wie das so war.

Obwohl SLEAZE allgemein als Fachmagazin für feministische Hausfrauenfragen bekannt ist, haben wir uns nicht gescheut, an einem Happening für Custom Bikes und Rockmusik teilzunehmen. Wie sich herausstellte, war aber auch für die Damen reichlich geboten – doch alles der Reihe nach.
Nur, wo soll man Anfangen? War doch mehr auf dem Gelände des Postbahnhofs zu erleben, als Anfangs angenommen.

Das Pure & Crafted Festival 2015 bot eine gelungene Mischung aus Musik, Mopeds und Gesichtsbehaarung

Die Verwunderung war nämlich nicht zu verbergen, als bekanntgegeben wurde, dass das Pure & Crafted Festival im Postbahnhof und nicht, wie ursprünglich geplant, in Ferropolis stattfinden wird.
„Ohje, wie soll das mit den ganzen Motorrädern und allem drum und dran mitten in der Stadt funktionieren?“, wurden kritische Stimmen im Vorfeld laut.
Diese verstummten jedoch wieder recht schnell, da sich die Veranstalter viel Mühe gaben, den ganzen Postbahnhof voll auszunutzen und auch ordentlich zu bespielen.

pure & crafted 2015

Neben der musikalischen Bespaßung, zu der wir später noch kommen werden, wurde auch reichlich Rahmenprogramm geboten. Wobei für einige Besucher der Schwerpunkt vermutlich tendenziell mehr auf den motorisierten Teilnehmern des Festivals lag.

pure and crafted festival postbahnhof

Koryphäen der Custom-Bike-Szene stellten aus, was die Garage hergab und im Motodrom wackelten die Wände. Die älteste reisende Steilwand der Welt ließ die Besucher nicht nur mit offenen Mündern zurück, sondern beendete auf dem Pure & Crafted Festival auch ihre Karriere. Danach wird sie nämlich vermutlich nie mehr aufgebaut werden.

pure and crafted festival postbahnhof

Mit einem Bier in der Hand schlendert man dann an bereits erwähnten aufgemotzten Mopeds vorbei, konnte sich vom Profi den Bart stutzen lassen und aus einer breiten kulinarischen Palette wählen.

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Darüber hinaus wurden Lederwaren – in diesem Fall Geldbörsen und Gürtel – angeboten und thematisch alles abgefrühstückt, was den Biker von Welt so umtreibt.

Genauso konnte man sich aber überhaupt nicht für Motorräder und deren Zubehör interessieren und dennoch großen Spaß haben. Was überwiegend an dem großartigen Line-Up lag. Ab den Mittagsstunden lieferten eine Vielzahl an Bands aus den unterschiedlichsten Genre beste Unterhaltung.

Die Strickpulli-Folker von Friska Viljor machten den Anfang am Freitag Nachmittag und nach einer rockigeren Einlage der Blood Red Shoes, führten die Mighty Oaks und im Anschluss die Allah-Lahs ganz entspannt durch den restlichen Abend.

pure & crafted berlin

The Hives heizen ein

Am Tag darauf wurde ein Gang zugelegt, denn Birth of Joy, Refused und The Hives standen auf dem Programm. Zwischendurch konnten sich die müde gezappelten Glieder aber immer mal wieder entspannen. Ob beim verträumt-psychedelischen Indie der Suns of Thyme, dem swingenden Blues der Familienbande Kitty, Daisy & Lewis oder melancholischem Elektro-Folk von Talisco.

Unter’m Strich war das Pure & Crafted Festival im Postbahnhof ein voller Erfolg und auch 2016 verspricht das Line-Up wieder hochkarätige Bands und ein tolles Angebot drumherum. Wir freuen uns!