Jedes Fest besitzt seine eigenen typischen Bräuche und Sitten. Dazu zählt zweifelsohne auch das Festtagsessen.

Zu Weihnachten steht bei den meisten Familien Ente und Sylvester Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan. Einer stetig wachsenden Zahl an Vegetariern und Veganer dürfte dies schon viel zu viel Fleisch sein. Nicht so der texanischen Familie Eulberg: Da das besinnliche Fest nicht schon genug Maßlosigkeit und Geschmacklosigkeit mit sich bringt, legt das Familienoberhaupt noch einen drauf und kreiert, sich allen guten Sitten und Geschmäckern widersetzend, den Cthurkey.
Dieses Vieh ist ein Krake, gestopft in einen Truthahn, belegt mit Bacon und on top noch schön garniert mit Krebsgebeinen. Der Grund für diese perverse Kreation: Rusty Eulberg möchte etwas Einzigartiges zum Weihnachtsdiner servieren und gleichzeitig seiner Frau, die eine große Liebhaberin des Cthulhu-Mythos‘ (eines mystisches Wesen, vom Horror-Autor H.P. Lovecraft erschaffen) ist, eine Freude machen. Aber selbst unter Berücksichtigung dieser Tatsache kann man nicht akzeptieren, und keineswegs gut heißen, dass der gute Rusty DR. Frankenstein in der eigenen Küche spielt.
Da sein oberstes Motto: „Hauptsache tierisch“ zu lauten scheint, serviert er vermutlich Einhorntränen als Getränk – das Ganze muss schließlich auch gut die Kehle hinunterrutschen und ein Ersticken, in Folge von Maßlosigkeit, ist nun wirklich das Letzte, was man zu Weihnachten gebrauchen kann.

 

Wir rufen ganz laut: PFUI! Und geben Rusty einen kleiner Tipp mit auf den Weg: Ein selbstgetöpferter Aschenbecher, ein geklöppelter Topfhandschuh oder sogar ein feuchter Händedruck als weihnachtliches Präsent besitzen weitaus mehr Charme.

Originally posted 2014-12-10 12:47:10.