Läuft man durch die Straßen Manhattans, genauer gesagt durch die geschichtsträchtigen Straßen des East Villages, kann man sie kaum übersehen: Die unzähligen Mosaike von Jim Power alias The Mosaic Man.  Hier, wo Lou Reed zum ersten Mal auf Andy Warhol traf, wo Keith Richards auf einen Freund wartete und später das Lied „Waiting on a friend“ schrieb, wo Patti Smith zum ersten Mal von ihrer großen Liebe Robert Mapplethorpe geküsst wurde und das Who is Who der Punk Szene Klamotten bei „Trash and Vaudeville“ kaufte und im CBGB’s abhing, hier arbeitet der Künstler und Kriegsveteran Jim Power am größten Kunstprojekt der Stadt New York.

Sein ständig weiter wachsendes Gesamtwerk zählt mittlerweile über 80 Stück. Jedes Einzelne soll die Geschichte und den Spirit des East Villages repräsentieren, erzählen und manchmal auch kritisch kommentieren. Sei es der Terroranschlag vom 11. September 2001, ein schrecklicher Autounfall im East Village oder die Schließung des CBGBs, Jim setzt diesen und ähnlichen Ereignissen mit seinen Mosaiken seit mehr als 25 Jahren  kunstvolle Denkmäler.

Ein Leben auf der Straße. Ein Leben für die Kunst. Und ein Leben, das nicht erfüllter sein könnte. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man den sympathischen und sehr redseligen New Yorker zufällig bei der Arbeit an einer Straßenecke trifft. Ein Geschichtenerzähler, der Zeit seines Lebens wohl nie damit aufhören wird. Jim Power und sein Hund Jessie Jane sind zu anerkannten und sogar von Bürgermeister Bloomberg ausgezeichneten Ikonen und fixer Bestandteil der New Yorker Kunstszene geworden. Man kann nur hoffen, dass die beiden ihr noch lange erhalten bleiben.

Mehr Infos zu Jim und seinem Projekt und wie ihr ihn unterstützen könnt, findet ihr hier.

Originally posted 2014-08-23 18:14:54.