Geboren im Jahre 1912 in Kansas, Amerika – in einem Land, das durch Rassentrennung, Ungleichheit und soziale Unterschiede geprägt war, setze Gordon Parks alles daran, diese Missstände unverhüllt und deutlich aufzuzeigen.
Nach endlosen Aushilfsjobs, unter anderem als Kellner und Schaffner, und einem damit verbundenen Leben in Armut, kaufte er sich 1938 eine gebrauchte Kamera und fing an, zu fotografieren. Dass Gordon Parks ein Talent für die Fotokunst hatte, blieb nicht lange unentdeckt und so folgten Aufträge für Zeitschriften und Magazine. Anschließend ging er als Porträtfotograf der gehobenen Klasse nach Chicago. Nach einigen Ausstellungen, die hauptsächlich das Alltagsleben der Afroamerikaner thematisierten, arbeitete Gordon für das berühmte Modemagazin Vogue und das Fotomagazin Life.
Auch als Filmregisseur, Musiker und Autor machte Gordon Parks sich einen Namen. So führte er beispielsweise Regie bei dem Hollywoodklassiker Shaft, komponierte Filmmusik und war Mitbegründer der Zeitschrift Essence. Dabei verlor er nie seinen Grundgedanken aus den Augen: Das Dokumentieren der Armut und der Rassendiskriminierung. Gordon Parks betrachtete seine Kamera als Waffe “I saw that the camera could be a weapon against poverty, against racism, against all sorts of social wrongs”.

Eine Vielzahl der Schnappschüsse, die bei seiner Arbeit als Fotograf für Life entstanden, schafften es jedoch nicht ins Magazin und damit zur Veröffentlichung. Nun sind einige der bisher als verschollen angenommenen Aufnahmen wieder aufgetaucht. Ein Mitarbeiter der Gordon Parks Foundation entdeckte eine Vielzahl von Farbfotos in alten Aufbewahrungsboxen.

Originally posted 2014-04-23 11:13:57.