Es fängt morgens mit der Snooze-Taste des Weckers an und endet am Abend hoffentlich mit der Zahnbürste: Während eines Tages berühren wir zahlreiche Gegenstände. Viele eher unbemerkt und beiläufig. Doch wie viele Dinge hat ein Mensch an einem Tag in der Hand? Und können diese etwas über die Person aussagen?

Diesen Fragen geht die argentinische Designerin Paula Zuccotti in ihrem Fotokunst-Projekt „Every Thing We Touch: A 24-Hour Inventory of Our Lives“ nach. In diesem bat sie 62 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus zwölf Städten und sechs Kontinenten, alle Alltagsgegenstände aufzulisten, die sie während eines Tages berühren.

Und da kommen einige zusammen. Im Durchschnitt berührten die teilnehmenden Personen 140 Gegenstände. Zuccotti erfasste aber nur persönliche Objekte. Türgriffe, Lichtschalter und Treppengeländer gehörten beispielsweise nicht dazu. Es entstanden Porträts der besonderen Art, die die Einzigartigkeit jedes Menschen widerspiegeln. So zeigt sich die 69-jährige Draq-Queen Vivienne Sato aus Tokyo farbenfroh und flauschig. Die DJane Chacha Yehaiyahan aus Gnizhou kommt hingegen eher mit technischen Geräten in Berührung.

Ziel des Fotokunst-Projektes ist es auch, ein Bewusstsein für Objekte zu schaffen und auf einen übermäßigen Konsum hinzuweisen. Brauchen wir wirklich so viele Dinge? Geht es vielleicht auch mit weniger?

Ihre Aufnahmen hat Paula Zuccotti in einem Fotoband zusammengefasst. Eine Dokumentation soll noch in diesem Jahr erscheinen. Der Trailer „Every Thing We Touch“ gibt einen Einblick in die Entstehung des Projektes.

Every thing we touch – Trailer

 

Originally posted 2016-07-20 15:03:07.