Dass Kim Kardashian und ihr gleichnamiger Familienclan Ruhm und Vermögen ausschließlich einem gut vermarkteten Sextape zu verdanken haben, gilt in der gegenwärtigen Populärkultur als vielfach ausgesprochener Vorwurf gegenüber der Prominenten. Das erkannte und berappte schließlich sogar ihr eigener Mann Kanye: My girl a superstar all from a home movie, sprach er 2012 in der Kollabo Clique und erfreute damit zahlreiche Kritiker seiner Liebsten.
Nicht weniger subtil, aber ebenfalls an den Folgen besagten Sextapes setzt auch die Kunst der Zwillinge Allie und Lexi Kaplan an. In ihrer neuen Reihe Sex Scandal Series malen die Künstlerinnen Standbilder (chrchr!) aus den geleakten (oder verkauften) Filmen und thematisieren damit grafisch die Karriereleiter diverser Celebrities.

Kunst aus Sextapes: Ist es ein Lollipop? Ist es ein Cupcake? Nein, es ist ein Penis

Dass die Bilder polarisieren, ist dabei gewusst und gewollt. Nach dem Motto: Die Protagonistinnen nutzen ihre Körper für Fame, warum sollten wir diese also nicht auch für unseren eigenen Fame nutzen dürfen? versuchend die Kaplan-Twins kurzerhand, aus dem Kapital anderer Leute Kapital zu schlagen. Ob das moralisch vertretbar ist, sei mal dahingestellt. Immerhin beinhaltet die Serie auch ein Nacktbild der Künstlerinnen selbst – mit schokoladenverschmierten Pobacken und einer Erdbeere im Anus, fotografiert von Mutti.

„Die Leute sollen das nicht so ernst nehmen, es ist einfach lustig.“, fordern Allie und Lexie Kaplan daher im Interview mit Elite Daily. Erfolg bringen die gemalten Screenshots aus den berühmten Sextapes allemal: In der Pop Up Ausstellung Make Me Famous lockten die Sexkapaden von Kim Kardashian, Melania Trump und Paris Hilton kürzlich einen schaulustigen, aber natürlich in erster Linie kunstinteressierten Haufen in die schlüpfrige Galerie.


Beitragsbild: Hana Knizova

Originally posted 2016-08-12 17:30:21.