Ich tue heute etwas, das ich wirklich sehr ungern mache: Ich werde gleich (jetzt noch nicht, aber gleich) die Ärzte zitieren. Ja, die Band, nicht die Heiler. Aber erst noch kurz zu den Umständen, unter denen sich die Textzeile frecherweise durch meine Hirnwindungen ihren Weg an die Oberfläche gesucht hat.

Die Leute der Sachs Media Group wachten eines schönen Tages auf, und schienen kurz danach einen Clown verspeist zu haben, oder Drogen. Jedenfalls gaben sie der Firma Phojoe für Fotorestauration und -bearbeitung den Auftrag, auf Grundlage alter Bilder verstorbener Musiker zu rekonstruieren, wie diese heute so um die 20 bis 44 Jahre später so aussehen würden.

Was dabei herauskam ist einerseits irgendwie zu erwarten gewesen, und verlangt andererseits (Jetzt kommt’s. Achtung! Gleich.) nach der Erkenntnis, die viele schon befürchtet, aber dann doch nie so ganz wahr haben wollten:

Vielleicht ist der Tod am Höhepunkt des Fames nicht das schlechteste, was einem Musiker passieren kann, um in die Reihe der Weltidole aufgenommen zu werden.

Frei nach dem Motto (Und hier ist es.) „Stirb jung – für mich ist es leider schon zu spät – aber du: Stirb jung! | Kurt Cobain hat es gewusst: Im Alter droht Gesichtsverlust“, sehen wir hier also, was der Rock’n’Roll so aus Visagen unserer Musikikonen gemacht hätte, wenn sie sich nicht für ein frühes Ableben entschieden hätten.

Wem der Anblick dieser Bilder toter Helden zu schmerzhaft ist, kann sich wahlweise auch einfach ein paar Keith Richards Interviews ansehen. Hat den gleichen Effekt.

Fotos: Sachs Media Group

Originally posted 2014-06-19 17:21:43.