Als die Fotografin Ana Hell erstmalig den Secret Friends begegnete, war sie eigentlich gerade mit einem anderen Projekt beschäftigt. Dabei ging es darum, Körper sich so verrenken zu lassen, dass das Auge optisch getäuscht würde und sich die Gliedmaßen erstmal wieder in Form gucken muss. Bei einer dieser Positionen geschah es: Ana Hell sag plötzlich ein Gesicht vor sich, das sie umgehend mit ihrem Eyeliner nachzeichnete und so den Secret Friends-Prototyp schuf. Das Projekt ist also eher dem Zufall zu verdanken als jahrelanger akribischer Vorbereitung. Oder, wer weiß, vielleicht ja doch auch dieser. Vielleicht hat Ana Hell schon früh Bekanntschaft mit Gesichtern auf Fingerkuppen und Kinnpartien gemacht. Vielleicht hat auch sie, die 31-jährige Spanierin, eine Vorliebe für das Suchen und ein Talent im Entdecken von Gesichtern in Raufasertapete oder in Wolken oder in Teppichmustern. Vielleicht ist ihr Blick einfach geschulter und es nur eine Frage der Zeit, bis es Hell wurde im bisherigen Versteck der Secret Friends.

Wenke, verschränke deine Gelenke – Beweglichkeit tut not

Im Gegensatz zu imaginären Freunden sind Ana Hells Secret Friends für alle sichtbar. Zumindest, solang die Modelle rückenfrei tragen und beweglich sind. Meist stellen sich Freunde der Künstlerin erst zur Verfügung und dann, Rücken mit Gesicht und Perücke versehen, zur Verrenkung. Unter anderem in Berlin, wo sie einige Jahre lebte.

Secret Friends

Secret Friends

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Bilder © Ana Hell | via www.facebook.com/anahellphotography

Originally posted 2016-05-18 11:36:04.