Editor's Rating

Das Ostrich Pillow ist nicht gerade unauffällig – Transportprobleme auf Grund der Größe inbegriffen.

5.5
Alltagstauglichkeit
4
Komfort
2
Optik
4
Unauffälligkeit
8
Geräuschdämpfung

Als seriöses Magazin ist es unsere Pflicht, Produkte für Euch zu testen. Schonungslos ehrlich teilen wir unsere Begeisterung oder unsere grenzenlose Abscheu.

Da wir keine Schmerzen kennen, testen wir wirklich alles. Für unsere Leser! Wenn das mal keine Liebe ist…

Heute testet Stefan das Ostrich Pillow.

 

Das Kissen soll übermüdeten Kreativen dabei helfen, zu jeder Zeit und an jedem Ort ein Nickerchen machen zu können.
Da dachten wir uns: Genau das Richtige für die SLEAZE-Redaktion. Wer wie wir jeden Tag und Woche für Woche kreative Höchstleistungen – stets die Perfektion streifend – vollbringt, der muss schließlich auch mal schlafen und seiner Rübe eine Pause gönnen. Unsere Redaktion nimmt die Sache mit dem Schlafen dabei sehr genau – Köpfe auf dem Tisch bzw. auf dem Laptop sind keine Seltenheit. Dies dient selbstverständlich jedoch nur der Erhöhung der eigenen Arbeitsleistung. Studien ergaben nämlich, dass schon 20 Minuten Schlaf ausreichen, um die Produktion zu steigern.

Da der Schreibtisch nicht gerade der geeignetste Ort für ein Nickerchen ist und eine Couch oftmals zu einer Ausdehnung des Powernappings bis zum verdienten Feierabend führen würde, kommt das Ostrich Pillow („Straußenkissen“) gerade recht. Die Namensgebung ist durchaus passend. Ähnlich des Habitus eines Straußes steckt der Ruhebedürftige seinen Kopf mehr oder weniger in ein Loch, um der Außenwelt zu entfliehen.
Damit ist die Anwendung eigentlich auch schnell erklärt: Einfach das Ding über den Kopf ziehen, Augen schließen und ab ins Reich der Träume gleiten. Und für Leute, die beim Schlafen nicht wissen wohin mit ihren Händen, hat das Kissen zwei praktische Öffnungen, um eben jene zu verstauen. Dies ist auch äußerst praktisch, falls während des Nickerchens der Kopf mal juckt. Diese Überleitung des Jahrhunderts bringt uns auch gleich zum Hauptkritikpunkt. Das Ostrich Pillow ist zwar schön kuschelig weich, zugleich aber auch warm wie Bolle. Da kann es durchaus des Öfteren vorkommen, dass die Rübe kribbelt. Besonders in der Kopf-auf-dem-Tisch-Haltung wird es besonders mollig. Der Grund dafür: Auch beim Schlafen muss der Mensch nun mal atmen. Wenn aber zwischen dem sicher im Ostrich Pillow eingepackten Kopf und dem Tisch nur ein minimaler Abstand herrscht, so pustet man sich quasi seine eigene warme Atemluft ins Gesicht.
Auch Personen mit einer besonders aufwändigen Frisur sollten das Kissen vermutlich meiden. Durch die enganliegende Form ist schon nach kurzer Zeit die Frisur dahin und man gleicht eher einem Waldschrat, als einer Teilnehmerin eines Schönheitswettbewerbes. Als Vorteil kann jedoch verbucht werden, dass die Umgebungsgeräusche auf Minimallautstärke gedämpft und die Äuglein vor Licht geschützt werden.

Fazit: Das Ostrich Pillow sieht auf den ersten Blick komisch aus und ist für einen Einsatz in der Bahn oder Park eher ungeeignet. Es ist eine gute Lösung für Leute, die einen Dreck auf ihre Frisur geben und bei denen ein warmer Atemhauch schlaffördernd wirkt.

Originally posted 2014-10-03 14:07:30.