Unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Geschlechter sind eine ziemlich alte Strategie ausgeklügelter Werbemenschen. Zielgruppen in Geschlechter einteilen, besserer Verkauf. Braucht zwar kein Schwein, bewährt sich aber offenbar seit längerem. Seitdem werden banalste Alltagsgegenstände, aus denen sich irgendwie Geld machen lässt, jeweils in rosa (weil Mädchenfarbe) und blau (weil Jungsfarbe) hergestellt und vermarktet. Wahlweise auch in Shoppingqueen und Feuerwehrmann (die Namen sind Programm), Einhorn und Piratenschiff – oder eben in gegenderten Salatsoßen.

Neu im Kühlregal: Gegenderte Salatsoße für Mädchen und Knaben

Die Kampagne Pinkstinks, die sich gegen die Verbreitung klischeehafter Geschlechterrollen in der Werbung einsetzt, rückte gestern die gegenderte Salatsoße für Kinder ins Scheinwerferlicht ihres Internetauftritts.

Die gegenderte Salatsoße ist vegan, gluten- und laktosefrei und kommt jeweils in rosa, für Mädchen, und gelb, für „Knaben“, daher – damit die Kinder endlich auch mal ihren Salat essen.
Ob Menschen außerhalb unserer doch sehr konsumorientierten Gesellschaft diverse Salatsoßen für diverse Geschlechter benötigen, könnt ihr heute ausnahmsweise selber entscheiden. Im Grunde bestehen die beiden Wunder-Salatsoßen, bis auf die Farbstoffe, aber letztendlich aus den selben, ziemlich einfachen, Inhaltsstoffen: Essig-Senf-Zucker-Gemisch halt. Immerhin hat hierzulande jetzt jedes Kind seine eigene Salatsoße.

gegenderte salatsoße

Originally posted 2015-06-30 17:04:44.