In Berlin wohnen und ein Fahrrad besitzen ist schwierig. Nicht, weil es keine Radwege gibt oder Fahrradheckenschützen die Gegend unsicher machen. So sehr ich Berlin mag, so sehr hasse ich es auch manchmal. Fahrraddiebe gehören eher zum hassenswerten Part.

skunklock-diebstahl berlin

2015 wurden 32.244 Diebstähle von Rädern angezeigt. Dem gegenüber steht eine Aufklärungsquote der Polizei von 3,9 Prozent. Heißt übersetzt, wenn euer Rad geklaut wurde, seht ihr es höchstwahrscheinlich nie wieder. Viele von euch nehmen die Räder mit in die Wohnung, montieren das Vorderrad und/oder den Sattel und/oder den Lenker ab, betonieren das Rad ein (ok, das hab ich mir ausgedacht) oder sichern es mit so vielen Ketten und Schlössern, dass selbst Harry Houdini keine Chance hätte, das Ding zu klauen. Aber Fahrraddiebe anscheinend doch…

Jetzt dachte sich Daniel Idzkowski aus San Francisco, was bei Stinktieren funktioniert, könnte auch bei Dieben klappen. Abwehr durch Gestank. Er erfand ein Schloss, welches beim Knacken ein stinkendes Gas entweichen lässt. Klingt nach einigen menschlichen Exemplaren in der Bahn. Bei denen funktioniert die Taktik auch, sie haben immer genug Platz.

The chemicals are so disgusting they induce vomit in the majority of cases, and elicit an instinctive response to run away immediately.

skunklock schloss

Die Produktion der Schlösser wird zur Zeit in den USA erfolgreich gecrowdfundet. Für 90 Dollar kann man sich ein Exemplar sichern. Ob Skunklock irgendwann auch in Deutschland erhältlich ist, wissen wir nicht, würden aber schon gern kotzende Fahrraddiebe sehen.

 

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Originally posted 2016-11-01 19:59:11.