Drei Tage Re:publica sind gestern mit Queenkaraoke, Jubiläumsfeuerwerk zum zehnten Geburtstag der Internetkonferenz und aufgebrauchtem Datenvolumen nach Wlan-Fail zu Ende gegangen. Und weil wir cool, smartphonesüchtig und total digital sind, haben wir es uns auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, das wundervolle Netzevent zu besuchen und haben euch Nicht-Netzelitären ein paar Highlights mitzubringen.

Life sucks? Try Virtual Reality!

Besonders auffällig waren auf der zehnten Re:publica vor allem die vielen Menschen, die sich mit Virtual-Reality-Brillen im Gesicht öffentlich voreinander zum Löffel machten. Da wir uns jedoch für nix zu schade sind, haben auch wir das Ganze ausprobiert: Wir haben versucht, im Kampf gegeneinander Kram von einer Insel auf die andere zu tragen, mit Kopfbewegungen Pong zu spielen, wir haben im Himmel geschaukelt und zu guter Letzt sind wir in einem Rollstuhl vor Zombies geflohen.

Wir saßen in einem Rollstuhl. Wirklich. Bis uns nach etwa einer Minute schlecht wurde. Da haben wir aufgegeben und lieber noch ein paar VR-Filme geschaut. Und Jan-Keno Janssen von der c’t dabei gelauscht, was eigentlich noch so in Sachen VR geht. Vom Einrichten mit IKEA-Möbeln über Games, wie das trippy Lucid Trips der Hamburger Vrnerds, bis hin zum VR-Fullbody-Pornoanzug ist da so einiges drin.

Um es kurz zu machen: Die virtuelle Realität kommt. Bald. Und wir hoffen, dass wir bis dahin unsere Seekrankheit im Griff haben und wünschen euch schonmal viel Spaß in der Zukunft.

Fotos: re:publica/Jan Michalko CC BY 2.0

Trash-TV auf der Re:publica 2016, weil wir es lieben!

Auch in diesem Jahr stellte Marcel Amruschkewitz von Vox wieder die ausländischen TV-Format-Highlights des letzten Jahres vor und wir haben euch ein paar persönliche Lieblinge herausgepickt.

60 Days In

Sieben Unschuldige gehen freiwillig in Problemgefängnisse, um die Missstände dort sichtbar zu machen. Krass!

Spartan Ultimate Team Challenge

Freaks quälen sich im Team.

https://www.youtube.com/watch?v=nQQ2gSsFYUs&feature=youtu.be

Employable Me

Menschen mit neurologischen Erkrankungen suchen einen Job. BBC hat sie begleitet.

Fit to Fat to Fit

Einfach nur: What the fuck is wrong with you people?!

The Getaway Car

Paare treten gegeneinander und gegen TopGears The Stig im Autofahren an. Uns würde die Trennungsrate nach der Show interessieren.

Undressed

Zwei sich unbekannte Teilnehmer müssen sich gegenseitig ausziehen und 30 Minuten zusammen in einem Bett bleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=DjHL8HX_cCE&feature=youtu.be

Dogs might fly

Ein Team will herausfinden, ob Hunde, die ja bereits autofahren können, eigentlich auch lernen können, ein Flugzeug zu fliegen. Zwölf Tierheimhunde werden ausgewählt und trainiert. Wir sind begeistert.

Weitere großartige Formate

Ninja Warrior

Ultimate Beastmaster

Real Men (Kommt bald auch zu Vox nach Deutschland)

Hear me, love me, see me

Musik für die Massen

Zum Abschluss wird es nochmal ernst. Da sich das allgemeine musikalische Talent der SLEAZEredaktion stark in Grenzen hält, waren wir nämlich von Matan Berkowitz‘ Vortrag Music is the InstrumentInnovation for Impact besonders angetan. Er stellte das Airstrument vor: ein Gerät, mit dem auch wir Musik machen könnten. Und das mit nur einer Hand. Bleibt noch eine für den Sekt. Wir sind schwerst entzückt. Doch die Idee dahinter ist eine viel bedeutendere als uns zu helfen, über unsere Talentlosigkeit hinwegzutäuschen. Berkowitz und seine Firma Shift entwickeln Geräte für körperlich eingeschränkte Menschen, um ihnen die Möglichkeit zu geben ihrer Leidenschaft zur Musik nachzugehen. Den Talk findet ihr hier. Wir weinen jetzt ein bisschen. Weil das so schön ist und weil es bei uns wohl weiterhin nur zum Triangel reichen wird.

Fotos: re:publica/Gregor Fischer CC BY 2.0

Mit maskaraverschmiertem Gesicht verabschieden wir uns also von der zehnten Ausgabe der Re:publica und freuen uns aufs nächste Jahr!

Titelfoto: re:publica/Gregor Fischer CC BY 2.0