Es ist ein bisschen wie die Festivalsaison eröffnen: man kennt sich schon etwas aus, es gibt bekannte und unbekannte, gute und schlechte Acts und an den meisten Stellen auf dem Gelände riecht es mehr so nach nacktem Männerchor und Gulaschsuppe. Trotzdem haben wir es wieder getan und waren auch dieses Jahr live-top-twitternd und voller Überforderung ob des vollen Programms auf der Republica 2015 in Berlin unterwegs.

SLEAZElsss Highlights auf der Republica 2015

Weil wir euch nicht mit zu viel Internetblabla langweilen wollen, so wie auch wir in den letzten zwei Tagen zuweilen ins Wachkoma geredet wurden, haben wir euch die coolen und erheiternden Momente der Republica 2015 zusammengefasst.

Mutti ist im Internet – Rette sich, wer kann!

Mama ist neu bei Facebook oder Twitter und nach der achten Nachfrage, kommst du einfach nicht mehr drumrum die Freundschaftsanfrage endlich anzunehmen.

Doch geht es nach Carline Mohr und ihrer ü50-Mama Ilse Mohr ist das noch kein Grund zur Panik. Das Duo aus der als Silvernerd bloggenden Mutter und Social Media Manager-Tochter gab in 30 Minuten Tipps, wie man sich verhält mit der Familie im Social Web.

Liebe Söhne und Töchter, hier Carlines und Ilses wichtigste Tipps zum Umgang mit der Familie im Internet zum Durchklicken:

Am Ende kommen wir also doch alle im Internet unter, denn so fasst es Carline Mohr mutig zusammen: „Viel peinlicher als hier kann es nicht mehr werden“

Die spinnen die Ausländer und ihr Fernsehen

Moritz Pohl stellte die abgefahrensten Fernsehformate aus dem Ausland vor. Unsere Favoriten sind Wild Things und Labor Games, aber schaut’s euch selbst an.

10.000 BC aus Großbritannien

Wild Things aus Großbritannien

Labor Games aus den USA

Bear Grylls: Mission Survive aus Großbritannien – Prominente im Matsch

The Secret Life of 4 Year Olds aus Großbritannien

So denkt Österreich – Hach, die Österreicher!

Popster aus den Niederlanden – Puppentalentshow

Tumble aus Großbritannien – Let’s Dance mit Gymnastik

Immersive Journalism – News nicht konsumieren sondern erleben

Krieg – irgendwo ganz weit im Süden, Folter – in Gefängnissen sonstwo. Was wir in den Nachrichten hören, sehen oder lesen, geht immer häufiger irgendwie als Information verarbeitet aber ungefühlt an uns vorbei. Eine Bombe Syrien – why should I care?

Immersive Journalism soll genau das verändern und unsere Nachrichten für uns erfahrbar machen. Mit einer Virtual Reality-Brille a la Occulus Rift, die man auf der Republica auch ausprobieren konnte, und Kopfhörern ausgestattet, können wir uns durch die Szenen bewegen, die sonst unbeachtet wie die Schau der örtlichen Kaninchenzüchter an uns vorbeiziehen würden.

James Pallot stellte auf der Republica in Vertretung für Nonny de la Peña, Pionierin des Virtual Reality-Jouranlismus, die bisherigen Projekte der gemeinsamen Emblematic Group vor.

Das alles klingt für euch nach Bla Bla? Wartet ab, bis ihr euch durch die soeben von einer Bombe geschüttelten Straße von Aleppo bewegt und hautnah miterlebt, was dort passiert oder virtuell nachempfindet, wie es ist, Opfer von Folter zu sein. In einer Mischungs aus Originalbildern, – tönen und computeranimierten Inhalten, durch die ihr euch selbst und frei bewegen könnt, machen Nonny de la Peña, James Pallot und ihre Kollegen Unrecht erfahrbar.

Denkt was ihr wollt, aber das ist die Zukunft, die uns unsere Nachrichten fühlen lässt. Wir jedenfalls bekommen bei diesem Video Gänsehaut.

Und damit: Adios, Republica 2015! Bis nächstes Jahr!

Fotos: Birte Kohring, Kirsten Herrmann

Originally posted 2015-05-07 14:19:06.