Haare können noch viel mehr als Abflüsse verstopfen und sich penetrant in Flokati- und Perserteppichen festsetzen: Das Portal der WDR mediagroup Drinnen & Draußen zeigt, dass aus Haaren auch schöner Schmuck entstehen kann.

Haare sind der Ausdruck deiner Neigungen

Bereits in der Antike besaß das Haar eine ganz besondere Symbolik: Es galt als Sitz der Lebenskraft und als Spiegel der Seele. Auch heute noch besitzen Haare eine gewisse Symbolkraft. Volles Haar steht für Gesundheit, Kraft und Jugend. Schütteres Haar für Verlust der Jugend und ungesunde Lebensweise. Falsches Haar für Geschmacklosigkeit und einen Wohnsitz im Berliner Osten.
Die Symbolik der Haare wandelte sich jedoch mehr in eine schmückende Bedeutung – persönliche Einstellungen und Neigungen lassen sich durch die Haarpracht leicht nach außen transportieren. Angeblich lassen sich durch die Haarfarbe Rückschlüsse auf den Charakter einer Person schließen. Da liegt der Gedanke natürlich recht nahe, aus Haaren besonders individuelle Erinnerungsstücke zu kreieren.

 

 

Haarschmuck, oder: Schmuck aus Haaren

Getreu dem Motto: Es ist nicht alles Gold was glänzt, muss Schmuck nicht zwangsläufig blinken, aus Gold bestehen und tonnenschwer sein. Weniger ist oftmals mehr. Schon im 16. Jahrhundert fertigten die Menschen Schmuck aus Haaren an.
Der Grund liegt auf der Hand: Haare sind meist im Überfluss vorhanden und die Anschaffungskosten fallen eher gering aus. Zunächst mag Schmuck aus Haaren etwas seltsam klingen. Die Goldschmiedin Sabine Bassler zeigt jedoch, dass es künstlerisch durchaus wertvoll sein kann. Die Herstellung bedarf keiner allzu aufwendigen Verarbeitung. Sabine Bassler flechtet Haare und arbeitet diese in Ringen, Halsketten und anderen schmückenden Elementen ein.

Der Haarspender sollte jedoch im Vorfeld von seiner Haarabgabe erfahren – des Nachtens in ein Zimmer schleichen und klangheimlich eine Locke rauben macht die ganze Sache noch seltsamer. Die Kundenspanne von Frau Bassler ist breit gefächert: Verheiratete, Pärchen, Großeltern und sogar Reit-Olympiasieger gehören zum Klientel der Goldschmiedin. Einst stellte sie selbst Schmuck aus den Haaren ihres Pferdes her, später weitete sie ihr Repertoire auch auf menschliche Haare aus.

Zugegeben: Der Haar-Schmuck mag zunächst etwas bizarr wirken, ist jedoch eine ganz persönliche Art eines Geschenkes oder der Erinnerungen an nahstehende Personen. Schließlich gibt es ja auch Leute, die Blut ihrer Liebsten um den Hals tragen. Und für den bevorstehenden Valentinstag ist der Haar-Schmuck doch eine unvergleichlich kreative Geschenkidee.

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Originally posted 2015-02-15 13:12:03.