Berliner und Berlinerinnen haben ein ganz bestimmtes Gemüt. Neben vielen netten und weniger netten Eigenschaften zeichnet sie eine gewisse Schmerzfreiheit aus.

Berliner Flughafen erst in 138 Jahren fertig. Naja, wird schon passen.

Termine beim Bürgeramt erst in zwei Monaten? Irgendwie schaffen wir das schon.

Im/ am Lageso herrschten unmenschliche Zustände. Konsequenzen für Sozialsenator Czaja (CDU)? Aber nicht doch. Man verlässt sich einfach auf die vielen Freiwilligen.

Man hat sich eben daran gewöhnt. Das erklärt auch die Hassliebe zur BVG, die uns regelmäßig  im Berufsverkehr zu Baldriantropfen greifen lässt. Das ist der BVG auch selbst bewusst und erfreut uns in aller Regelmäßigkeit mit gelungenen Kampagnen. Ganz wunderbar wurde die Berliner Art durch das Video „BVG „Is mir egal“ (feat. Kazim Akboga)“ in Szene gesetzt. 

Und was bietet sich als nächster Coup?

Liegt auf der Hand. Eine Arie. Unter anderem mit Oli P.

Oli_p bvg arie

Mozarts Zauberflöte wurde neu interpretiert und einige regelmäßige Beschwerden auf Arteniveau vertont.

Zu laut:

zu_laut bvg arie

Zu teuer

teuer bvg arie

Zu schmutzig

schmutzig bvg arie

 

Die Neuinterpretation des Klassikers entstand in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Filmkomponisten von Not A Machine und die Aufnahme spielte das Deutsche Filmorchester Babelsberg ein. Als Emanuel Schikaneder damals folgenden Text für die „Zauberflöte“ schrieb, hatte er eindeutig eine Vision der BVG:

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen,
Tod und Verzweiflung flammet um mich her!

 

Und weil Selbstironie einfach immer viel besser funktioniert als Witze von Mario Barth, sind wir uns sicher, dass die BVG Arie der nächste Sommerhit wird. Die Radiosender werden sie rauf- und runterspielen. Wenn MTV noch Musikvideos senden würde, wäre das Platz Nummer 1. Mindestens!

 

Originally posted 2017-07-15 12:22:28.