Hört man das Wort Tierquälerei, denkt man automatisch an Schlachthäuser, Legebatterien und Tierversuche für Kosmetika. Tatsache ist jedoch, dass das Quälen von Tieren leider eine lange Tradition hat und in bestimmten Bereichen fast gar nicht hinterfragt wird. Einige Menschen quälen zudem Tiere aus Befriedigung und Spaß — dafür wurde der Begriff Zoosadismus eingeführt. Folgend zeigen wir euch Beispiele von Tierquälerei, die in verschiedenen Ländern leider Tradition und damit an der Tagesordnung sind.

Tierquälerei – halt Stopp!

Palio in Italien

Palio ist ein zweimal jährlich stattfindender Wettkampf zwischen unterschiedlichen Vierteln der Stadt Siena. Ausgetragen wird er mit Pferden. Es ist berüchtigt für die hohe Sterberate der Tiere. Die engen Gassen der Stadt und die dichtgedrängten Zuschauer sind zusätzlich eine psychische Belastung für die Pferde.

Pferde-Wrestling in Spanien

„Rapa das Bestas“ nennt sich das schaurige Spektakel ins Galizien. Die Bewohner begeben sich in die Berge vor der Stadt und jagen Wild-Pferde hinunter. In der Stadt angekommen, werden sie dann zu Boden gerissen — mit allen Mitteln.

Tierquälerei als Tradition

Lebende Fische essen in Belgien

In Geraardsbergen begehen die Bürger einmal jährlich ein Festival namens Krakelingen. Neben tanzen und trinken gehört leider auch das Verschlingen eines lebenden Fisches dazu. Es ist Tradition, dass der Bürgermeister jenen aus einem silbernen Becher verschluckt. Der Grund: metaphorisch. Der Fisch steht für Wiedergeburt und Aufleben der Stadt.

Wachtel-Katapult in Spanien

In Valencia werden jedes Jahr Wachteln in den Himmel geschossen – aus Spaß und Freude. Es gibt sogar einen Verein, der das Katapultschießen sportlich betreibt.

Tierquälerei als Tradition

Enthaupten einer Gans in Spanien

Wieder Spanien, wieder eine blöde Tradition bei einem Fest: In der Stadt Lekeitio werden seit 350 Jahren Gänse aufrecht durch ein Seil fixiert und gespannt, bis der Kopf abfällt. Wie das Ganze genau entstand, weiß niemand. Aber hey: mittlerweile werden die Gänse getötet, bevor sie fixiert werden.

Tierquälerei als Tradition

Eine Ziege aus einer Kirche werfen

Nach Pferden, Wachteln und Gänsen, geht es nun die Ziegen in Spanien an den Kragen. Die Überschrift sagt dabei eigentlich schon alles. Die Bürger der Stadt Manganeses de la Polvorosa feiern jährlich das San Vicente de Martir Festival. Wie sie das machen? Sie schmeißen einfach eine Ziege aus dem Fenster der Kirche. Die Tradition geht auf eine Legende aus dem 15. Jahrhundert zurück. Damals hat eine Ziege mit ihrer Milch viele Arme versorgt. Wie es so ist, fiel sie aus dem Fenster. Die Ziege starb jedoch nicht und wurde durch einen Bürger mit einer wärmenden Decke gerettet. Und schwupps, wurde es Tradition, mit der Annahme, dass die Tiere ja dann auch nicht sterben.

Tierquälerei als Tradition

Ein Frettchen in der Hose in England

In Yorkshire, England ist es Tradition, ein hungriges Frettchen in die Hose eines Bürgers zu stopfen – fünf Stunden muss dieser mit dem Tier in der Buchse aushalten. Angeblich geht die Tradition auf Minenarbeiter zurück, die so beweisen wollten, wer von ihnen der Männlichste ist.

Tierquälerei als Tradition

Esel-Steinigung in Spanien

Vor einigen Jahren wurden in Villanueva de la Vera ein Vergewaltiger geschnappt. Statt ihm den Prozess zu machen, wurde er an einen Esel gebunden und gesteinigt. Jedes Jahr wird es wiederholt — nur ohne Vergewaltiger. Genannt wird diese Gräueltat Pero Palo Festival.

Tierquälerei als Tradition

Das Gesicht eines Stieres verbrennen in Spanien

Die Bewohner der Stadt Medinaceli reiben das Gesicht eines Stieres mit Teer ein und zünden es an. Das Tier wird dann freigelassen und rennt durch die Straßen der Stadt. Das Vorgehen wird als Toro Jubilo bezeichnet.