Der österreichische Dichter Ernst Ferstl sagte einst: „Jeder Mensch hat seine eigene Weltanschauung, aber nicht jede ist weltbewegend.“
Wir haben auch eine und präsentieren sie euch in unserer zyklisch erscheinenden Kolumne. 
Ganz schön vermessen, könnte man an dieser Stelle zu Recht anmerken. Aber so sind wir.

Für die heutige Kolumne konnten wir einen echten Lyriker verpflichten. Falls sich noch irgendjemand entgegen allen zeitgenössischen Neigungen für tatsächlich lesbare Lyrik interessiert, sei hiermit darauf hingewiesen, dass ebensolche in erstaunlichem Ausmaß derzeit von einem gewissen Gaston Latz selbst ausgedacht und meistens dann auch noch zur Verbreitung auf Papier gesaut wird.

Dieser besagte Gaston entstammt dem beschaulichen Saarbrücken, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr, veröffentlichte bereits in hochklassigen Printmedien wie der Titanic, sein erster Gedichtband heißt „Mythos Ficken“ und nun ist er bei SLEAZE gelandet, um dort gesellschaftliche Themen, Alltägliches und was ihm sonst noch einfällt in Reimform zu rezipieren.
Warum er das tut, erklärt er schlüssig: „Irgendwie muss man sein bohèmehaftes Faulenzertum schließlich ideologisch unterfüttern.

SLEAZE ihm seine Kolumne: So schlimm ist das alles doch gar nicht

Warum sollt‘ ich unbedingt links sein?
Es wäre doch viel bequömer
Ich schöb‘ mir zwei Bier und nen Döner
Und dann meiner Freundin mein Dings rein.

Warum sollt‘ ich mich echauffieren
Über Erdogantrumputinhofer?
Die Welt wird zwar böser und doofer
Doch muss mich das interessieren?

Ich mein‘, ich darf schreim, was ich möchte!
Wir leben doch schließlich in xx
Und xx xxx xxx
Xxxxx meine Rechte!

Na klar gibt’s ein paar dicke Lüfte
Doch letztlich ist alles in Butter
Und Grüße auch an die Frau Mutter!
Hat sie es denn noch mit der Hüfte?

Das wunderhübsche Titelbild verdanken wir der talentierten Lana Petersen.