Eigentlich sind Erziehungsberechtigte ja für die Manieren ihrer Schützlinge verantwortlich. Vielleicht sind wir da aber auch einfach nur altmodisch. Ein Café in Raonoke, Virginia, hat nämlich jetzt kurzerhand die Erziehung seiner Gäste selbst in die Hand genommen und verteilt Preise für Höflichkeit. So kostet „ein Kaffee“ fünf US-Dollar, „ein Kaffee, bitte“ nurmehr drei und ab „Hallo, ich hätte gerne einen Kaffee, bitte“ gibt es das heiße Getränk sogar schon für 1,75 Dollar. Das nette Lächeln kommt dann eventuell sogar gratis dazu.

Justin Simms, Barista des besagten Cafés, erklärt seine drastische Maßnahme selbst mit seiner Unzufriedenheit über die andauernden Unfreundlichkeiten mancher Gäste. Wir lehnen uns mal ganz weit aus dem Fenster und behaupten, dass die Mehrheit aller Servicekräfte mit Justin mitfühlen kann. Und die Mehrheit aller Social Media Manager. Und wir. Wir können auch mitfühlen. Bitte, danke, hallo, was los in eurer Kinderstube?

Für Manieren plädieren seit 2013

Bevor aufmerksame Leseraten nach der Lektüre dieses Artikels hervorheben, dass das alles aber nur geklaut sei und bereits 2013 ein französisches Café mit derselben Erziehungsmaßnahme für Furore im Internet sorgte, möchten wir Justin Simms zitieren. Er weiß nämlich um der Unoriginalität seiner Aktion Bescheid and he isn’t afraid to show it: „Es war nicht einmal meine Idee. Ich sah das Bild im Internet und mochte es. Und außerdem wollte ich die Tafel eh gleich wieder abwischen.“ Das haben wir in der Schule zwar auch immer gesagt – angesichts der Tatsache, dass Teile der Klientel aber tatsächlich mehr Manieren an den Tag legen sollten, geht das aber wohl klar.

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Französischkurs A1

Originally posted 2016-09-30 13:03:06.