Während in Kanada „Mein Kampf“ auch unkommentiert problemlos vertrieben werden kann, kann es für gruselige Fensterdekoration schon mal einen Verkaufsstopp geben.

Kaum eine Branche, die ohne Verkaufsstopp oder Rückruf auskommt. Samsung, Mars, IKEA, VW, Hipp, … wo man auch hindenkt: Produkte etlicher Konzerne sind mit Mängeln behaftet, die ein regulatorisches Einschreiten unumgänglich machen. Zumindest dann, wenn der Fokus auf dem Wohl und der Unversehrtheit der Kundschaft liegt.

So geschehen jetzt auch mit dem Scary Peeper Creeper- ein furchteinflößendes Fensterbild aus dem Hause Home Depot Kanada. Was als Halloween-Streich gedacht war, kam bei der Kundschaft eher mittelgut an, die mit Beschwerden auf die gruselige Fensterdekoration reagierte.

Verkaufsstopp für gruselige Fensterdekoration

Am erfolgreichsten fürchtete und beschwerte sich Breanne Hunt-Wells, die sich direkt an CBC News wandte. Sie erkenne den Humor einfach nicht, erklärte die besorgte Lehrerin und zweifache (,doppelt besorgte) Mutter Hunt-Wells. Wie sie im Interview mitteilte, verharmlose die gruselige Fensterdekoration Scary Peeper Creeper ihrer Meinung nach ein sehr ernsthaftes Verbrechen. Denn ein solches ist Voyeurismus. Zumindest in Kanada.

Home Depot Kanada hat schließlich reagiert und den Scary Peeper Creeper aus dem Sortiment genommen. Und ihn damit geadelt: Denn schließlich dürfte ein Verkaufsstopp infolge Grusels die höchste Ehre sein, die einer Halloween Dekoration zuteil werden kann.

Bislang betrifft der Verkaufsstopp nur Kanada. Nur mal so.

Verkaufsstopp für gruselige FensterdekorationBilder via boredpanda.com

Originally posted 2016-10-26 12:01:05.