Exotische Tiere gibt es ja jede Menge: den Tasmanischen Teufel, den Tapir und das Marsupilami (obwohl letzteres außerhalb des Kinderfernsehens bisher nie gesichtet wurde). Katzen dagegen gelten gemeinhin als weniger außergewöhnlich – einige wenige besondere Arten ausgenommen. Die ausgefallenen Rassen sind nun um ein Exemplar reicher: Die Werwolf-Katze alias Lykoi.

Diese Katze sieht auf den ersten Blick ein wenig gruselig aus und gleicht einem Wolf bis auf’s Haar. Daher kommt auch der Name dieser Gattung. In Fachkreisen wird der Vierbeiner Lykoi genannt, was aus dem Griechischen stammt und so viel wie – Überraschung – Wolf bedeutet.

Von riesigen Lykoi-Augen und klebenden Werwolf-Haaren

Die Lykoi-Katze ist eine genetische Mutation einer Kurzhaar-Katze und hat aus diesem Grund weniger Fell als ihre Artgenossen. Diese Tatsache kann aber nur als ein weiterer Pluspunkt auf einer schier endlosen langen Liste verbucht werden, die die Individualität dieser Mieze beschreibt. Gewöhnlich neigen Katzenliebhaber ja zu Exemplaren, die mit vollem, kräftigem Fell aufwarten können. Dieses lässt sich nun mal schlichtweg besser streicheln, kämmen, man kann leichter Perlen einflechten und es liegt auch so schön überall in der Wohnung herum und haftet besser an den eigenen Klamotten. Aber keine Angst, das Pelztier hat dennoch Haare, nur im Bereich des Gesichts und der Pfoten sind diese etwas weniger als gebräuchlich – aber gebräuchlich kann halt schließlich jeder.

Ein Herz für das natürliche Mutanten-Baby

Die Lykoi-Katze hat ein schlankes, man möchte fast schon sagen ein verbrauchtes Aussehen, mit Augen, die auf Grund des Fellmangels größer wirken als sie wirklich sind.
Die Werwolfs-Katze ist jedoch nicht künstlich gezüchtet. Es ist eine natürliche Mutation, die bei Kurzhaarkatzen auftrat – eine natürliche Auslese sozusagen. Die Gattung ist schon seit Jahren bekannt. Ein Züchterehepaar aus den USA kreuzte zwei, mit dem gleichen Gendefekt ausgestattete Katzen und zack: Die erste Lykoi-Katze war geboren. Um ehrlich zu sein, vermittelt diese Rasse auch nicht gerade das Bild eines gesunden, anhänglichen Stubentigers. Der Katze wird aber ein freundliches und gemütliches Wesen, mit einem Hang zur Neugierigkeit und Verspieltheit nachgesagt. Sie braucht auf Grund des bereits erwähnten Fellmangels nur ein warmes Zuhause – ab und an eine Mahlzeit ist sicherlich auch nicht verkehrt.

 

 

 

Jeder, der die niedlichen Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt, und sich nun ein solches Exemplar zulegen möchte, muss sich leider gedulden. Kleine putzige Baby Lykoi-Kätzchen wird es vor dem Jahre 2016 nicht geben.

Originally posted 2014-09-23 15:36:37.