Heute ist der 20.4. und man wundert sich, was es an Hitlers Geburtstag so zu feiern gibt. Happy 420!

Bei unseren amerikanischen Freunden läuft vieles ja ein wenig anders, und so haben sie bislang weder das metrische System noch das Datum 20.04.
Zwar handelt es sich um den selben Tag, aber da ist auf einmal 4/20!

Warum Cannabiskonsumenten weltweit sich darüber freuen, ist vielen immer noch ein Rätsel. Die Geschichte der Zahl nahm ihren Ursprung Anfang der Siebziger an einer kleinen Highschool in Kalifornien (wo auch sonst). Die Legende besagt, dass man sich dort regelmäßig um zwanzig nach vier – also 4:20 – an der Statue des Mikrobiologen Louis Pasteur traf, um Unfug anzustellen.
Es ging nämlich ein Gerücht um, dass sich im Umland eine große und natürlich geheime Cannabisplantage befände. So machten sich die Kids auf die Suche, um das Geheimnis zu lüften und es darauf in Rauch aufgehen zu lassen.

Geklappt hat das nicht, gefunden wurde keine Plantage, aber die Zahl 420 hielt sich hartnäckig. Irgendwann verselbstständigte sie sich als Codeword für Marihuana-Konsum, die Grateful Dead druckte sie auf ihre Konzertflyer und der Erfolgsgeschichte innerhalb der Cannabiskultur stand nichts mehr im Wege.

Seit den 90ern werden große Happenings veranstaltet und keiner interessiert sich mehr dafür, wo genau die Zahlenkombination wirklich ihren Ursprung hat. Stonern wird nachgesagt, sich bevorzugt in Wohnungen mit der Hausnummer 420 niederzulassen und wer so spät noch wach ist, kichert blöde, wenn die Digitaluhr 420 anzeigt.

Eine weitere Theorie, die sich lange Zeit gehalten hat, besagt, dass es sich dabei um den internen Polizeicode für Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Controlled Substances Act) handelt.

Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, aber so ist das mit den Mythen.

Unbeeindruckt davon, entwickelt sich innerhalb der Bevölkerung eine steigende Toleranz gegenüber dem Kraut, was in Entkriminalisierungs-Demos hierzulande, oder gar der Legalisierung, wie im letzten Jahr in einigen amerikanischen Staaten führte.
Sogar eine Stoner-Version von Tinder ist dort bereits verfügbar und sie wird demnächst auch bei uns an den Start gehen. Wir werden unserem journalistischen Auftrag nachgehen und investigativ berichten.
Bis dahin ist allerdings noch etwas Geduld erforderlich. Ihr könnt euch aber die Zeit mit Kochen und Backen vertreiben. Happy 420, y’all!

Originally posted 2015-04-20 14:25:39.