Nach der US-Wahl äusserten sich neben New Balance auch Kanye und Paris für Trump. Welche Argumente sie dafür aufbringen und welches Duell uns eventuell in der Zukunft bevorsteht. 

Kanye West und Paris Hilton sind nicht unbedingt für besonders elaborierte politische Einstellungen bekannt. Das müssen sie auch nicht – schließlich liegen ihre Talente woanders. In der Musik, in ihrer Kreativität, in ihrer Fähigkeit, sie selbst zu sein (es war nicht so einfach, diesen Satz zu vervollständigen) zum Beispiel. Das machen beide nämlich ganz gut. Etwa 66 Millionen US-Dollar hat Kanye so im letzten Jahr scheffeln können. Paris‘ jährliches Einkommen wird derweil aktuell auf 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

Das mag für Interessierte zwar offensichtlich interessant sein – tatsächlich ist der wirklich interessante gemeinsame Nenner bei den beiden aber nicht das Dollar-Zeichen, sondern – Überraschung – politische Ambitionen und Ansichten. So verkündeten sowohl Kanye, als Paris sehr rezent, dass sie sich eine berufliche Zukunft als Präsident oder Präsidentin der Vereinigten Staaten gut vorstellen könnten. Mit seiner Ankündigung zur Kandidatur 2020 ging Kanye West dabei sogar noch einen Schritt weiter. Und auch Paris Hilton schrieb kürzlich auf ihrem Twitter-Account, welche Veränderungen sie im Falle einer Präsidentinnenschaft zuerst anstreben würde („I’d paint the White House pink.“). Klingt super!

Kanye und Paris für Trump, weil, deshalb. #isso

Auch im Falle der diesjährigen US-Wahl und ihrem überraschenden Ergebnis wissen die beiden etwas Gescheites zu sagen. Ein Schelm (oder eine Schelmin!), wer dabei an Selbstdarstellung und den Versuch, sich nischenartig in einer ohnehin hysterischen Atmosphäre zu positionieren, denkt.
Dass Kanye und Paris für Trump abstimmten (beziehungsweise abgestimmt hätten) erklärten die beiden nun jedenfalls (getrennt voneinander) der Öffentlichkeit. Und dafür hatten sie Gründe.

Paris Hilton steht zum Beispiel hinter Donald Trump, weil sie ihn schon kennt, seitdem sie ein kleines Mädchen war. Ein trumpsches Zitat schaffte es beispielsweise 2004 auf den Buchrücken ihres Werks Confessions of a Heiress. Im australischen Fernsehen reagierte sie auf politische und private Nachfragen mit viel Lob für den Familienfreund: „It’s pretty amazing. I’ve known him my entire life and he’s always been incredibly supportive of me, so I’m very proud to have that on my book.“
Klingt eindeutig. Trotzdem fragt das Moderatorenteam nochmal nach: Ob sie ihn denn auch gewählt habe, den netten Onkel? „Ja.“

Kanye West so: Ich hätte Trump gewählt! Aber ich habe gar nicht gewählt. LOL, yolo.

Bei Kanye West geht das Ganze dagegen etwas…hypothetischer zu. Er hätte Trump gewählt, wenn er sich an der Wahl beteiligt hätte, äusserte er bei einem Konzert in San Jose: “I told you I didn’t vote. But if I voted, I would have voted on Trump.“

Weiterhin sprach er sich offenbar für eine Grenzmauer aus. Trump, ein Rassist und Sexist? Auch für solche Vorwürfe hatte Herr West eine Antwort. Natürlich unterstütze Kanye die Black Lives Matter Bewegung oder Frauenrechte – allerdings sollten sich Black People nicht immer nur auf Rassismus konzentrieren.
Ob weiße Rassisten nun auch die Yeezys für sich beanspruchen wollen, ist derzeit nicht überliefert. Allerdings posteten bereits die ersten Fans Turnschuh-Feuerzeug-Kombinationen auf Twitter.

 

Originally posted 2016-11-18 20:27:13.