Berlin bekommt ein Street Art Museum!

Dieser Satz war, zumindest für eine kurze Zeit, große Schlagzeile – auch über die Kunstszene der Stadt hinaus. So ganz richtig ist das aber nicht. Denn das Museum for Urban Contemporary Art hat nicht den Anspruch Street Art im Museum abzubilden. Da würde sich vor allem erneut die Frage stellen, ob das überhaupt funktioniert und wie lange Street Art ebendas bleibt – Straßenkunst – wenn man sie losgelöst im Museum präsentiert.
„Urban Art“ beschäftigt sich in einem größeren Rahmen mit Kunst im öffentlichen Raum und lässt sich durchaus im Kontext eines Museums abbilden.

Das Street Art Museum in Berlin ist weit mehr als nur Street Art

Die Initiative Urban Nation steht hinter dem Projekt und arbeitet bereits seit gut zwei Jahren an der Umsetzung. Kuratiert wird Urban Nation von Yasha Young, die sich auch für die Umsetzung des Museums verantwortlich zeigt.
Seit 2013 lädt Urban Nation Künstler aus aller Welt nach Berlin ein, wo sie Fassaden, Hauswände und Schaufenster gestalten.

Bild: Urban Nation

Bild: Urban Nation

Als nichtkommerzielle Vereinigung ist Urban Nation mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der berliner Kulturlandschaft, doch bislang fehlte noch etwas:

Ein Ort, der als Anlaufstelle der Urban Contemporary Art dient – mehr als eine Galerie oder ein Projektraum: Ein ganzheitlich aufgestelltes Zentrum im Sinne dieser Kunstform, für Künstler, ihre Ausstellungen, Debatten, Forschung, Lehre, crossmediales Arbeiten und Archivierung.

Seit dem 20. Mai wird in der Bülowstraße 7 offiziell gebaut und die Eröffnung ist auf den Sommer 2017 angesetzt. Neben Kunst zum anschauen soll es auch interaktive Workshops sowie pädagogische Formate geben.
Das Museum for Urban Contemporary Art wird somit Anlaufstelle nicht nur für Künstler und Touristen, sondern auch für Kunstinteressierte aller Altersklassen.

 

Titelbild: Stiftung Berliner Leben / Aurelio Schrey

Originally posted 2016-06-02 16:36:07.