Während man hierzulande bei Pit Stop wahrscheinlich in erster Linie an einen Reparaturservice für Fahrzeuge denkt und im Motorsport an einen angezeigten Halt in der Boxengasse, assoziiert man damit in Sacramento seit Mitte Juni noch etwas anderes: nämlich ein Pilotprojekt gleichen Namens, das mobile Badezimmer für Obdachlose stellt.

The Pit Stop: mobile Badezimmer für Obdachlose

via kcra.com

Erst einmal auf sechs Monate angelegt, ist die Nutzung kostenfrei und täglich zwischen 8.00 und 18.00 Uhr möglich. Während dieser Zeit kümmern sich öffentliche Angestellte um die Sauberkeit der drei klimatisierten Waschräume, einer davon barrierefrei, die zudem Möglichkeit bieten, gebrauchte Nadeln und auch Hundekot zu entsorgen.

 

 

Wenn nicht nur der Ruf vorauseilt sondern auch der Geruch

Ausgangspunkt für das Projekt war die Überlegung – gleichwohl Tatsache – dass es für Obdachlose in der kalifornischen Stadt nur wenig Möglichkeiten gibt, kostenlos Toiletten oder einen Waschraum zu nutzen, weswegen sie oftmals gezwungen sind, ihre Notdurft am Straßenrand zu verrichten. Nichts, was der Würde Obdachloser, deren Ruf oder dem Stadtbild dienlich wäre.

The Pit Stop: mobile Badezimmer für Obdachlose

Screenshot_via_KCRA News

Gegen den Widerstand einiger lokaler Geschäftsleute, die fürchteten, das 100.000 Dollar-Vorhaben könne noch mehr Obdachlose anziehen, setzte Gemeinderatsmitglied Jeff Harris deswegen „The Pit Stop“ durch. Ein Projekt, wie es das bereits seit Juli 2014 in San Francisco gibt, wo elf ähnliche Einrichtungen betrieben werden und eines, von dem man sich wünscht, dass es mindestens ebenso viele Nachahmer gibt, wie Bedürftige, die dieses Angebot nutzen. Zumindest, solang sie darauf angewiesen sind. Ein integratives Projekt, von dem wohl alle profitieren. Dufte Sache, das!

Originally posted 2016-08-03 11:37:22.