Auch wenn man nicht gerne darüber sprecht, ist es trotzdem harte Realität: Jeden Tag scheiden auf der Erde 150 000 Personen dahin. Manche Menschen sterben leider viel zu früh. Dies hat vor allem mit dem Ort zu tun, an dem sie leben. In Ländern mit einem guten Gesundheitssystem sterben beispielsweise nur wenige an Infektionen. Dadurch ergeben sich natürlich weltweite Unterschiede in Sachen Lebenserwartung und -qualität.

In einer Untersuchung wurden nun all die Ursachen für einen frühen Tod beleuchtet und grafisch aufbereitet. Dafür kamen Forscher aus den unterschiedlichsten Ländern zusammen und stellten eine Weltkarte der verloren Lebensjahre auf.

Verlorene Lebensjahre — die Weltkarte

Bei der Aufstellung der frühen Todesursachen wurde ein Alter von 86 als höchste Lebenserwartung genommen. Dies ist somit der Referenzwert. Stirbt beispielsweise eine Person im Zuge eines Autounfalls mit 26 Jahren, so betragen die verlorenen Lebensjahre 60.

Wie ihr sicher bereits vermutet, sterben Menschen in armen Regionen häufiger an eigentlich heilbaren Krankheiten. In den meisten afrikanischen Ländern sind die häufigsten Gründe des frühen Todes Krankheiten wie Aids, Malaria und Diarrhö. Dabei ist jeder zehnte Tote noch nicht einmal 15 Jahre alt.

In den Industrieländern hingegen sieht es komplett anders aus. Hier ist der Wohlstand die häufigste Todesursache: Umweltverschmutzung, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung führen vermehrt zu Schlaganfällen.

Obwohl all diese Gründe zunächst düster erscheinen mögen, fanden die Forscher heraus, dass die Menschen weltweit insgesamt länger leben.

Originally posted 2015-10-01 19:00:42.