Häuser bieten dem Menschen Wohn- und Arbeitsraum, schützen ihn vor der Witterung und geben ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit – an sich kein allzu spannendes Thema. Das muss sich auch der amerikanische Künstler Phillip K. Smith gedacht haben und hat sich dieser Angelegenheit angenommen.
Da der gute Phillip nun mal Künstler ist, macht er, was alle Künstler so machen – verschönern, verunstalten oder schockieren. In seinem Fall ist das Wort aufpimpen wohl das treffendste.
In der kalifornischen Mojave Wüste schuf Mr. Smith ein Blockhaus. Dies ist aber keine schnöde, alte Hütte à  la Almöhi. Die äußeren Wände dieser Hütte bestehen zu einem großen Teil aus Spiegeln. Diese vermitteln den Eindruck einer Transparenz. Es scheint fast so, als könne man durch die Wände gehen und sehen.
Von Innen wird jedoch auf die Prunk- und Protzspiegel verzichtet. Einige mögen jetzt anmerken: wen interessieren schon die inneren Werte? Phillip K. Smith sind diese zumindest nicht gänzlich bedeutungslos. So besteht das Innere des Blockhauses aus LED-Leuchten, die bei Nacht für die entsprechenden Farbakzente sorgen und eine völlig neue Stimmung kreieren. Phillip K. Smith beschreibt sein Werk als „Lucid Steal“ und liefert gleich noch eine Erklärung für Kunstbanausen mit: „Wenn man das Tempo raus nimmt und sich ganz der Wüste widmet, beginnt das Projekt sich vor einem zu entfalten. Es enthüllt, dass es um Licht und Schatten geht, um reflektiertes Licht, projiziertes Licht und Veränderung“.

 

 

 

Originally posted 2014-01-25 17:49:34.