„Life imitates art far more than art imitates life“, schrieb Oscar Wilde und ich erlaube mir ihm zu widersprechen, denn es gibt Dinge auf der Welt, die sich kein Horrorautor in seinen schlimmsten Albträumen hätte ausmalen können.

Man ließ sich mehr als einmal von der Natur und der Welt die uns umgibt für Horrofilme inspirieren.

Wie aus dem Horrorfilm … nur leider in echt

Centralia, PA

centralia

Photo by Scott Sadrzy https://www.flickr.com/photos/sadrzy

Woher stammt die Idee zu Silent Hill?
Über das kleine Örtchen Centralia im schönen Pennsylvania brach eines Tages die Hölle herein. Besser gesagt brach die Hölle unter der Stadt aus, denn ein Kohlenfeuer machte die ganze Gegend nahezu unbewohnbar. 1962 entfachten Feuerwehrleute in einer kleinen Grube, die als Müllhalde genutzt wurde, ein Feuer, um Platz für neuen Abfall zu schaffen. Das Feuer jedoch war nicht mehr zu löschen, denn ein Loch in der Grube ließen es ungehindert auf die Kohlevorkommen in der Nähe übergreifen. Seit über 50 Jahren brennt dieses Feuer nun schon.
Die Einwohner wurden 1984 evakuiert, doch bis heute leben noch zehn Menschen, dort die sich weigerten zu gehen. Vielleicht hatten sie sich in der Zwischenzeit mit den Dämonen angefreundet, die unter ihnen im Fegefeuer eingezogen sind.

 

Tiefseefische

anglerfisch

Photo by Theodore W. Pietsch, University of Washington

Die (Tiefsee-)Anglerfische sind garstige Wesen, die ihre Beute mit einer kleinen Laterne, die sie vor ihrem Maul hin und herschwenken anlocken und dann im Ganzen verschlingen.
Wie ein echtes Tiefseemonster im Horrorfilm.

Neunaugen

wie aus dem horrorfilm

Das Monster aus Dreamcatcher

neunauge

Das Flussneunauge (fast noch furchterregender)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Apropos Fische und Horrorfilme.
In Steven Kings Dreamcatcher bekommen wir es mit glitschigen und stark bezahnten Alienwesen zu tun. Ganz so außerirdisch sind die Zeitgenossen aber nicht, denn die Flussneunaugen sehen den Biestern ziemlich ähnlich und haben ebenso furchterregende Zähne.

 

Hinter deiner Wand…

creepy

Zwei Brüder albern herum, wobei einer der beiden stürzt und sich am Schrank festhält, im Glauben er sei fest in der Wand verbaut und würde ihm Halt geben. Doch der Schrank öffnet sich wie eine Tür und gibt den Weg auf eine Wendeltreppe frei. Am Ende der Treppe ist eine kleine Nische in der Wand, wo es sich scheinbar jemand gemütlich gemacht hat.
Neben einer Decke und creepy Puppen finden sich dort auch die verloren geglaubten Halloweensüßigkeiten der Brüder.

Die ganze Geschichte zum rätselhaften Mitbewohner in der Wand wurde auf imgur erzählt.

 

Aokigahara Forest

aokigahara forest

Der Aokigahara Forest ist ein japanischer Wald, um den sich seit jeher Sagen ranken:

Über den Wald kursieren zahlreiche Spukgeschichten und moderne Sagen. So soll dort angeblich ein mysteriöses Magnetfeld bestehen, das Kompasse und Elektronik unbrauchbar mache.
Der Wald gilt als so dicht und eintönig, dass man schon auf kurze Distanz die Orientierung verliert und Personen kaum wieder aufgefunden werden können.

– Auszug aus Wikipedia

Seit 1971 durchkämmen jedes Jahr Polizisten den Wald auf der Suche nach Leichen, von denen sie auch über 100 pro Jahr finden, da sich der Wald zu einem beliebten Ort für Selbstmörder entwickelt hat.

 

H.H. Holmes

serial killer

Der erste offizielle Serienmörder der USA ist ein ganz ausgefuchster und hatte einen Keller, der dem in SAW in nichts nachstand.

1890 eröffnete der ehemalige Medizinstudent ein Hotel in Chicago. Nicht ungewöhnlich, doch bereits beim Bau nahm sein teuflischer Plan Gestalt an. Er stellte wöchentlich neue Bauarbeiter ein, damit wirklich niemand den Grundriss des Gebäudes kannte.
Die so entstandenen Falltüren, doppelten Wände, Geheimgänge und bereits erwähnten Folterkeller nutze er, um zwischen 27 und 200 Menschen umzubringen.
27 Morde hat er gestanden, der Rest konnte ihm nicht stichhaltig nachgewiesen werden.

 

Isla de las Muñecas

puppen

Die Insel der Puppen, am östlichen Rad von Mexiko-Stadt, hat ihren Namen von den vielen verstümmelten Spielzeugpuppen, die überall auf der Insel verteilt in den Bäumen hängen.
Der einzige Bewohner der Insel, Fischer und Blumenzüchter Julian Santana Barrera, fand 1951 ein ertrunkenes Mädchen am Strand der Insel und fühlte sich seit dem von ihrem Geist verfolgt. Ihr Schreie und Forderungen nach Spielzeug seien allgegenwärtig gewesen.

Er begann, weggeworfene Puppen zu sammeln, die an Land gespült wurden, die jeoch nicht allzu viel Anklang bei dem Geist fanden, weshalb er sie zur Abschreckung übel zurichtete und in den Bäumen als Abschreckung aufhängte. Fast 1000 Puppen, denen Gliedmaßen und Augen fehlen, hängen nun mittlerweile dort.

2001 ertrank Barrera an exakt der gleichen Stelle, wo er Jahre zuvor das ertrunkene Mädchen gefunden hatte.

 

Originally posted 2015-10-27 17:56:14.