Seit meinem 6. Lebensjahr ist klar: Ich bin kurzsichtig. Genauso wie der gesamte Rest meiner Familie. Zu Anfang empfand ich meine Brille als nerviges Stück Metall, das ich ständig vergaß, das mich im Gesicht störte und immer dann beschlug, wenn ich es am wenigsten gebrauchen konnte. Ich weiß nicht wie oft ich erst auf der Hälfte des Schulwegs feststellte, es nervt ja gar nichts – also musste ich meine Brille vergessen haben. Mit der Zeit näherten wir uns allerdings an, wir hatten ja auch keine Wahl.

 

Kontaktlinsen – eine Liebesaffäre auf Zeit

Als Teenager war es dann die Optik, die mich störte. Wer Brille trug war ein nerdiger Streber, und ich war zu allem Übel noch ziemlich gut in der Schule. Wer konnte ahnen, dass nur wenige Jahre später Nerds cool wurden, und sich irgendwelche Spinner plötzlich Brillen mit Fensterglas kauften. Um also der unliebsamen Schublade zu entkommen, besorgte ich mir Kontaktlinsen. Die weichen transparenten Halbkugeln waren wie ein Befreiungsschlag. Allerdings merkte ich auch, das am Ende des Abends die Augen trocken wurden und ich nicht mehr in der Lage war Untertitel zu lesen. Also auch nur semi-optimal.

 

Die richtige Brille zu finden ist wie die Suche nach Mr. Right

Mittlerweile bin ich zu einer Mischform übergegangen, wie Flexiganer, nur mit Sehhilfen. Ich trage überwiegend Brille, da meine Arbeit vorm Bildschirm stattfindet, ein Ort, wo sich Kontaktlinsen so gar nicht mit meinen Augen vertragen. Draussen, vor allem im Sommer und beim Feiern bevorzuge ich Kontaktlinsen. Wie ich meine aktuelle Brille fand, war ein ganz seltsamer Zufall. Ohne, dass ich nach ihr suchte, begegneten wir uns unverhofft an einem Sommernachmittag bei TK Maxx. Es war Liebe und optimale Passform auf den ersten Blick. Ein solcher Fund ist so selten wie ein perfektes Tinderdate.

Aber wo findet man nun die perfekte Brille, wenn man sich nicht auf den Zufall verlassen möchte? Beim Optiker, auf dem Flohmarkt oder Online? Vor- und Nachteile? Hier kommen sie:

 

  • Flohmarkt: Hier gibt es authentische Modelle aus vergangenen Zeiten. Mit ein bisschen Glück zum Spottpreis. Nachteil: Optiker setzen ungern Gläser in mitgebrachte Gestelle und auch eine einwandfreie Qualität ist nicht garantiert. Besser sind Optiker, die sich auf Vintage-Brillen spezialisiert haben.
  • Optiker: Der Klassiker. Große Auswahl und meist für jeden etwas dabei. Vorteile sind Serviceleistungen wie Sehtests, das Einstellen der Passform und die Reinigung im Ultraschallbad. Was allerdings häufig nervt, sind feste Öffnungszeiten und teilweise sehr lange Wartezeiten.
  • Online: Riesige Auswahl und meist die Möglichkeit, die Brillen schon mal virtuell anzuprobieren, machen das Onlineshopping besonders bequem. Ebenfalls Luxus – verschiedene Brillen ganz entspannt Zuhause testen. Nachteil ist, dass man zum einen keinen Sehtest machen kann und zum anderen, keine persönliche Beratung bekommt. Aber auch dafür haben einzelne Onlineshops wie Mister Spex mit Partneroptikern und eigenen Stores eine ziemlich gute Lösung gefunden.

 

Wer also nach dem perfekten Match für die eigene Nase sucht hat jede Menge Möglichkeiten, seinen idealen Sehhilfeverwandten zu finden. Irgendwo da draussen wartet sie schon, die perfekte Brille.

 

 

 

 

 

Originally posted 2018-04-13 09:31:10.