Manche Menschen sind Raketenwissenschaftler, Automechaniker, Schiffkapitän, Pilot, Sekretärin, Chef von irgendwem, Angestellter von irgendjemandem oder obdachlos.

So unterschiedlich diese Menschen auch sein mögen, haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind all das geworden.

Niemand wird als Ingenieur, Klempner oder Fahrlehrer geboren, genauso wenig wie Obdachlose in die Hoffnungs- und Wohnungslosigkeit. Die meisten von ihnen waren früher auch mal etwas anderes als die stinkenden Pfandsammler und Motz-Verkäufer in den U-Bahnen. Dessen scheint sich nur kaum jemand bewusst zu sein, weshalb die Menschen auf der Straße oft ignoriert und herablassend behandelt werden.

Das Projekt Rethink Homelessness hat sich zur Aufgabe gemacht, daran zu erinnern, dass Obdachlose auch einmal ein „normales“ Leben führten, Berufe lernten, Hobbys haben, aber auch Hoffnungen, Träume und Ängste – weil sie genauso Menschen sind, wir alle anderen auch.

Sie sind keine Statistik oder ein Problem auf dem Papier – es sind reale Menschen mit realen Problemen.

Die Kampagne Cardboard Stories ruft das recht eindrucksvoll ins Gedächtnis:

 

In Deutschland gibt es glücklicherweise auch Bestrebungen, dieses gesellschaftliche Problem ins breite gesellschaftliche Bewusstsein zu tragen … und 15 Millionen Views in einem Monat ist durchaus eine ansehnliche Reichweite.

Man kann nur hoffen, dass die Message bei der Masse hängen bleibt.

Originally posted 2014-08-05 18:18:19.