Unsere neue Artikelreihe „100 Bücher/ Alben/ Filme, die wir lesen/hören/sehen müssen“ orientiert sich an den Listen der BBC und des ZDF. Worum geht es?

Wir hören und schauen uns die empfohlenen Werke an und bewerten sie. Ehrlich und unhöflich.

Denn Listen sind auch immer eine Bevormundung, besonders wenn, wie bei der Zeit-Liste, der Expertenrat aus sechs älteren Männern besteht, deren Begründung für diese Liste ist, dass „junge Menschen erst mal wieder das Lesen lernen müssen“.

100 Bücher, die wir lesen müssen

Ich bin in dieser Reihe für die Bücher zuständig und halte mich an der ZDF-Liste „Das große Lesen“. Hier haben über 250.000 deutsche Leser/innen ihr Lieblingsbücher gewählt.  Diese Auflistung ist ehrlicher als die reihenweise Aufzählung von Büchern, mit denen man in der Öffentlichkeit gut aussieht. Denn ich bezweifle, dass der/die Durchschnittsdeutsche begeistert in Dante Alighieris „Die göttliche Komödie“ oder in Homers (nicht der von den Simpsons, ihr Schlingel) „Odyssee“ schmökert.

Ein Meisterwerk ist ein Buch, über das alle Welt spricht, das aber niemand liest. (Hemingway)

Die ZDF-Zusammenstellung der  100 Bücher enthält einige Romane, die deutlich zur Kategorie „Fuck it, ich stell jetzt mein Gehirn aus“ gehören … aber was solls, Lesen hat viele Vorteile für euer Gehirn. Und da euer Gehirn euch ausmacht, solltet ihr es hegen und pflegen.

Stolz und Vorurteil – Jane Austen

stolz und vorurteil cover buch

Im letzten Artikel widmete ich mich eher dem Alphakevin der Weltliteratur, heute geht es tatsächlich darum.

„Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen begleitet mich schon seit meiner Teenagerzeit. Während meine Freundinnen bei Hermann Hesse leise seufzten, geriet ich bei Mr. Darcy ins Schwärmen.

Der Roman handelt von einer kleiner Gruppe Personen auf dem Land, nähe London. Teilweise verwandt, teilweise befreundet. Der Dreh- und damit auch Angelpunkt ist die Familie Benett und deren fünf Töchter. Hauptthema ist die Verheiratung, da ansonsten die finanziellen Sicherheiten der diversen Personen auf dem Spiel stehen.

Jane Austen schreibt so federleicht und ironisierend, dass es wirklich eine Freunde ist. Obwohl es letztendlich um ernste Themen geht (den Stand der Frau ohne reichen Mann bzw. überhaupt ohne Mann, Heirat aus Geldgründen) kommt der Humor nicht zu kurz.

Erwähnte ich schon, dass ich Jane Austen liebe?

Und zwar so sehr, dass ich auch die meisten Verfilmungen von „Stolz und Vorurteil“ mehrmals geschaut habe. Sehr zu empfehlen ist die fünfteilige BBC-Verfilmung mit Colin Firth. Der übrigens auch den Mark Darcy in „Bridget Jones“ spielt, einer Anlehnung an „Stolz und Vorurteil“.

Obwohl viele den Film mit Keira Knightley von 2005 ablehnen, bin ich ein Fan. Große Überraschung, oder?

Zusätzlich gibt es noch das Mashup „Pride and Prejudice and Zombies“. Aber so richtig wurde ich damit nicht warm, obwohl ich Zombies und Jane Austen liebe. Vielleicht war es zuviel des Guten?

Besser als Sheldon Cooper könnte es eigentlich keiner zusammenfassen:

“Amy’s beloved Pride and Prejudice is a flawless work of genius. He’s proud, she’s prejudiced, it just works.”

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