Editor's Rating

4
Originalität
3
Humor
2
Spannung
3
Sehenswürdigkeit

Stellt euch vor, ihr seid der Main MC einer aufstrebenden Hip Hop Gruppe und eines Tages sorgt euer Back-Up-Rapper dafür, dass ihr in’s Kittchen wandert. Das ist die Vorgeschichte von Chozen. Seit dem 13. Januar flimmert der animierte, homosexuelle, weiße Herr nun über die amerikanischen Fernsehgeräte. Die Serie begleitet Chozen auf  seinem Lebensweg nach dem Knast und zeigt seinen Versuch, erneut im Musikgeschäft Fuß zu fassen. Obwohl dieses Vorhaben in Chozens Ohren nach einem Kinderspiel klingt, muss er bald feststellen, dass sich das Ganze doch schwieriger als erwartet gestaltet. Erst sind seine alten Bandkollegen nicht bereit, einen Neustart zu wagen und dann schmeißt ihn seine Schwester, bei der er temporär untergekommen ist, auf Grund seines Verhaltens fast aus der Wohnung. Hauptziel ist es seinen ehemaligen Back-Up-Rapper, der mittlerweile an der Spitze der Charts ist und das süße Leben lebt, von seinem unehrlich verdienten Thron zu schmeißen und Vergeltung zu üben.

Mit anderen Worten ist es also eine Serie über die altbekannte Ambition „from rags to riches“. Obwohl es in keiner der zwanzigminütigen Folgen wirklich unglaublich spannend wird, ist Chozen die Art von Serie, die man mal eben nebenher gucken kann. Es wird keine großartige Aufmerksamkeit benötigt und es ist auch nicht sonderlich schwer dem Handlungsstrang zu folgen. Leichte Fernsehkost also. Trotzdem sind Momente, wie Chozens überraschendes, öffentliches Masturbieren oder die goldenen Nippelpiercings und seine latent homoerotische Aura, immer wieder einen Schmunzler wert. Wir müssen zugeben, dass es uns freut, dass die Serienmacher Homosexualität im Hip Hop Geschäft als so selbstverständlich darstellen.

Hier ein kleiner Einblick in das Spektakel:

Fazit: Kann man gucken, muss man aber nicht.

Originally posted 2014-03-05 13:55:51.