Editor's Rating

Weil es nicht nur attraktiv sondern auch satt macht, ist und bleibt Hirn wichtig. Und eine Serie mit Hirn auch.

7.5
iUnterhaltung
6
iSpannung
7.5
iCast
7.2
iGuckste

Mit „Blöder Serientitel ‚iZombie‘ aber eventuell gute Story“ vorangekündigt, ist es nun, ein paar Tage und Folgen später, an der Zeit für eine iZombie – Review à la SLEAZE. Also super subjektiv, grammatikalisch diskutabel / avantgardistisch, irre (&) informativ.

Obschon an dieser Stelle unsere Einschaltempfehlung bereits genügen sollte, sind wir doch in Plauderlaune und seit unserer Schulzeit (je nach SLEAZEl zwischen 8 und 15 Jahren) Leidtragende der Maxime: Kommentiere Deine Lösungsschritte.

Also dann.

Worum es geht:

Ein Zombieangriff während einer Party macht aus Medizin-Studentin Liv Moore selbst einen (i)Zombie und zwingt sie, sich sowohl mit ihrem neuen Aggregatzustand (untot) abzufinden als auch dazu, ihre Ernährung umzustellen. Trennkost. Denn um ihre eigene Menschlichkeit zu bewahren, muss sich iZombie Liv fortan von Gehirnen ernähren. Unauffälligen und regelmäßigen Nachschub verspricht die Gerichtsmedizin, in der Liv einen Job annimmt.

Gerichtsmedizinisch indizierte Trennkost

Die Ernährung also scheint gesichert. Allerdings haben die Tothirne einen (weiteren) üblen Beigeschmack der sich auch mit Chilli, Pfeffer, Zitrone oder sonstigem Antihirnwürz nicht wegwürzen lässt: Denn mit den verzehrten Hirnen übernimmt sie auch die Erinnerungen der unfreiwillig Spendenden, die in der Regel Gewaltverbrechen zum Opfer fielen.

Weil Liv eine von den guten (i)Zombies ist, nutzt sie diesen visionären Verdauungseffekt, um Detective Clive Babineaux von der Mordkommission bei der Aufklärung der Todesfälle zu unterstützen. Hilfreich zur Seite steht ihr vor allem ihr Boss Dr. Ravi Chakrabarti, der einzige Normalsterbliche, der um Livs Dead & Alive – Status weiß, während sich die anderen, allen voran Familie, Mitbewohnerin und Ex-Verlobter über die neue, blasse, After-Party-Liv wundern.

Wie es geht & wo es läuft:

Bei der als Crime-Procedural angelegten Serie iZombie handelt es sich im weitesten um die Adaption einer Comicserie gleichen Namens, die Chris Roberts und Michael Allred für DC Comics (Vertigo) entwickelten. In den Jahren 2010 bis 2012 erschienen insgesamt 28 Ausgaben.

Zombiehorror & Comedy – und trotzdem nicht DSDS

Für die TV-Umsetzung verantwortlich ist das Veronica-Mars-Produzententeam Rob Thomas und Diane Ruggiero, die vom US-Sender CW genau hierfür verpflichtet wurden. Am entstandenen Genremix aus Crime-Procedural, Zombiehorror und Comedy (trotzdem nicht DSDS!) wird deutlich, dass Verpflichtungen keineswegs stinken müssen! Und dass, obwohl der Focus auf Comedy liegt und selbige von manch Formaten ja erbarmungslos fehlinterpretiert wird. Nicht so bei iZombie. Offiziell zu sehen gibt es die erstmal 13 Episoden umfassende Serie seit 17. März 2015 in den Vereinigten Staaten.

Warum es gut geht und wohl weiterlaufen wird:

Dialoge mit Hirn, Untote, Zombiecomedy, comichafte Zwischensequenzen – iZombie geht voll klar! Weil wir es sagen und weil wir es wollen.

Unserer Meinung angeschlossen hat sich (vorher schon) das US-Publikum, das iZombie mit ordentlichen Einschaltquoten Richtung Verlängerung zappt. Und auch die ProSiebenSat.1-Gruppe kam nicht umhin, sich vorab unserer iZombie-Empfehlung anzuSLEAZEn.

Weil sie (momentan noch) reicher sind, sicherten sie sich auch gleich die iZombie-Ausstrahlungsrechte für die kommende TV-Saison. Wann die beginnt und wo, sollen sie selbst verraten.

Originally posted 2015-04-16 10:05:57.