Editor's Rating

Die Zeitsprünge bei 12 Monkeys können stellenweise etwas verwirrend sein – enorme gesitige Anstrengungen bleiben jedoch weitesgehnd aus.

7
Spannung
6
Cast
8
Setting
4
geistige Anstrengung
7
Weiterempfehlung

Wie der Name es schon vermuten lässt, basiert 12 Monkeys – die Serie – auf dem gleichnamigen Film von Terry Gilliam aus dem Jahr 1995. Die Weltbevölkerung steht noch immer kurz vor der Auslöschung. Allerdings mit etwas mehr Tiefe und neuen Charakteren.

Die Handlung – 12 Monkeys save the world … oder so

Da liegt es nur nahe, dass auch das zentrale Thema der 12 Monkeys-Serie das Zeitreisen ist: Im Jahr 2043 ist die Weltbevölkerung aufgrund einer Pandemie fast völlig ausgelöscht – einige Menschen überlebten, wenige sind immun gegen das Virus. Ihr Leben ist durch Chaos, Plünderungen und Hunger geprägt. Um diesen zu entgehen, leben die Menschen fortan im Untergrund, bis eines Tages eine Gruppe von Wissenschaftlern wieder an die Oberfläche geht, um Informationen zu sammeln. Und sie finden etwas: Eine Schalter zum Zurücksetzen.

Genau an diesem Punkt startet 12 Monkeys: Der von Aaron Stanford verkörperte James Cole (im Film von Bruce Willis gespielt) reißt zurück in die Vergangenheit, um dort den Ursprung dieser Pandemie zu entdecken und eine postapokalyptische Zukunft zu verhindern. Da die Bürde der Rettung der Menschheit nicht nur auf den Schultern einer Person liegen sollte, findet Cole Hilfe bei der Medizinerin Cassandra Railly (Amanda Schull), die bereits 2015 nach einem Heilmittel forschte, dann jedoch starb. Cole reist in die Zeit zurück, in der Dr. Railly noch lebte, um so ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als „Architekt“ der Seuche stellt sich ein gewisser Leland Frost (aka Leland Goines) heraus. Die ganze Sache steckt jedoch voller Verschwörungen und ist weitaus komplexer – die Armee der 12 Monkeys wird erstmals erwähnt.

Unterschiede zur Filmversion

Die Serie hält sich aber nicht völlig starr an die Filmvorlage. So ist Jeffrey Goines – der im Film von Brad Pitt verkörpert wurde – in der Serie ein weiblicher Charakter, namens Jennifer Goines (gespielt von Emily Hampshire). Schon der Pilotfilm verdeutlicht, dass 12 Monkeys eher lose auf den Ursprungsfilm basiert.

In der 12 Monkeys-Serie werden zwar einige identische thematische Bezüge vorhanden sein, die Geschichte unterscheide sich laut Drehbuchautor Terry Matalas jedoch und sei keine eins zu eins Umsetzung. Deutlich wird dies besonders in der Zeitreise-Thematik: „It took a couple of key changes from the beginning, like the fact that you can change time. A lot of people have said, “How can this be a series? You’re just looking for a sample of the virus.” That’s true.”
Dies macht eigentlich auch Sinn, da eine Streckung und erneute Wiedergabe der Filmhandlung in Serienform den Zuschauer schnell langweilen würde. Im direkten Vergleich zur Filmvorlage wird die Zukunft eine größere Rolle spielen. Außerdem werden neue Charaktere involviert sein. Das Serienformat bietet ebenso genug Raum, um die Vorgeschichte von James Cole intensiver zu beleuchten.

Fazit: Die 12 Monkeys Serie ist nicht der Film

12 Monkeys enthält Parallelen zum gleichnamigen Film, wird jedoch nicht nur den Liebhabern der Ursprungsversion gefallen. Man sollte aber auch nicht zu viel erwarten. Im Vergleich zum Film ist die 12 Monkeys-Serie zwar noch immer düster, es fehlt jedoch besonders die Verrücktheit, die sich vor allem in Bruce Willis‘ Film-Charakter verdeutlichte.

 

Originally posted 2015-02-03 15:57:50.