Jeder von uns kennt die Situation, wenn man sich auf einen neuen Job bewirbt. Man steckt nicht nur Zeit, sondern auch Herzblut in die Bewerbung,  um sich so gut es geht zu vermarkten. Sobald die Bewerbungsunterlagen dann abgeschickt sind, beginnt eine endlos lang erscheinende Phase des Wartens. Endet diese Phase mit einer negativen Antwort, muss man das hinnehmen und weitermachen. Bekommt man jedoch eine positive Antwort, beginnt man insgeheim und ganz automatisch Hoffnungen zu schüren. Bekommt man allerdings zunächst eine positive Antwort und dann passiert einem das, was einer guten SLEAZE-Bekannten passiert ist, hört der Spaß auf. Aber lest selbst…

Arte du Arsch – So geht der TV-Sender mit BewerberInnen um

Besagte Bekannte bewirbt sich Ende Mai auf eine Moderatorenstelle bei Arte Tracks. Die Ausschreibung wurde am 11. Mai 2016 auf deren Seite gepostet. An dieser Stelle würden wir euch gerne den Link zu Verfügung stellen, allerdings hat ihn der Fernsehsender bereits offline genommen.

Um sich zu bewerben, sollte man einen vorgegebenen Text moderieren,  sich dabei filmen und das Video ohne jeglichen Lebenslauf an Arte schicken. Gesagt, getan.

Nach einer knappen Woche erhält unsere Bekannte folgende Antwort:

„Hello,
vielen Dank für dein Video. Könntest du uns noch eine Telefonnummer geben, unter der wir dich erreichen können?
Wir halten dich auf dem Laufenden und geben dir noch vor Ende des Monats Bescheid.
Danke nochmal für deine Teilnahme!
TRACKS Team aus Paris“

Überwältigt und im Hinterkopf schon neue Pläne schmiedend, schickt sie ihre Nummer zurück und wartet weiter. Bis sie schließlich – vor wenigen Tagen – diese Antwort erhält:

Arte Tracks

Wie fassungslos, enttäuscht und wütend unsere Bekannte über diese Mail und die gesamte Aktion war, müssen wir euch an dieser Stelle wohl kaum beschreiben.

Wir werfen an dieser Stelle mal stellvertretend für alle, die sich bei Arte beworben haben und sich ebenso verarscht fühlen wie unsere Bekannte, ein hasserfülltes WHAT THE FUCK!? in Richtung Arte Tracks Redaktion, nach Paris, Hamburg oder wo auch immer der- oder diejenigen Spaßvögel sitzen mögen, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben.

Mal im Ernst, was denkt ihr euch dabei?

Habt ihr überhaupt gedacht? Wie kann man andere Menschen derart respektlos behandeln und vorführen? Gerade, wenn Menschen auf der Suche nach einem neuen Job sind, spielen doch unglaublich viele Gefühle, Emotionen, Hoffnungen und Ängste mit, die ihr mit dieser vermeintlich lustigen Aktion mit Füßen tretet, schamlos ausnutzt und euch dabei dann vermutlich auch noch selbst auf die Schulter klopft für so viel Kreativität in der Sendungsgestaltung. Und sich dann auch noch darüber zu freuen, dass man andere Menschen mit der Ausstrahlung des nie für eine Veröffentlichung freigegebenen Videos bloßstellt, ist wirklich alles außer lustig. Mal abgesehen davon, dass sich ganz vielleicht auch Menschen aus einem anderen Beruf heraus beworben haben, ohne den aktuellen Arbeitgeber darüber zu informieren. Weil, warum auch? Mit viel „Glück“ bekommt jener zufällig die nicht-autorisierte ARTE-Ausstrahlung mit. Wuey.  Ihr könnt wahrlich stolz auf euch und eure niveaulose Idee sein!

Nennt es kreativ – wir nennen das eine Scheißaktion

Wenn es in dieser ohnehin schon mühseligen Arbeitswelt soweit gekommen ist, dass man zu solchen Methoden greifen muss, um die eigene Quote zu erhöhen, dann, liebes Arte Tracks Team seid ihr wirklich zu bedauern. Unseren Respekt habt ihr mit dieser Aktion in jedem Fall verloren. Vielen Dank für Nichts! Rotwein und Käse ab jetzt ohne euch.

fuck jack nicholson