Serien kann man sich kontrolliert und diszipliniert reinziehen – muss man aber nicht. Für alles andere gibt es Binge Watching. SLEAZE Binge Watching, genauer gesagt. Wir SLEAZELs kramen einmal im Monat in unseren supergeheimen Schatzkisten herum, treffen für euch eine liebevolle und persönliche Selektion und erzählen euch, warum ihr eure Tage, Abende und Nächte fortan nur noch mit unseren Serientipps verbringen solltet. 

Nach einem kurzen Abstecher in die weit entfernte und kindliche Vergangenheit landen wir heute wieder heil und halb erwachsen in der Gegenwart. Dabei sind die knallharte Realität und die Dinge, die man als Erwachsene so tun sollte, alles andere als ein Indiz für serienfreie Zeiten. Okay, es gibt jetzt Pokémon Go und etwas Sonne und man geht auch sonst wieder mehr vor die Tür. Wir tun das nicht. Wir gucken Serien. Und die besten stellen wir euch nun vor. So.

Mehr Stoff! SLEAZE ihm sein silberner Serien-Servierteller

Orange is The New Black

Wahrscheinlich steht das unter jeder Serie, die ich hier je präsentiert habe, aber Oh mein Gottfewhfbewhbf Schaut euch bitte Orange is The New Black an!  Nach zwei ausgesprochen unterhaltsamen ersten und einer wirklich dürftigen dritten Staffel (mit Gastschauspielerin Ruby Rose alias immer derselbe schöne Gesichtsausdruck) haben Jenji Kohan und ihr Team in der aktuellen und vierten Staffel eine absolute Höchstleistung abgeliefert. Dabei schafft es die Frauenknast-Serie rund um Piper Chapman und die Gang nicht nur, ausgesprochen hart an die Emotionen ihrer Zuschauer und Zuschauerinnen heranzugehen, sondern koppelt die Handlung mit der Thematisierung von Polizeigewalt und (institutionellem) Rassismus  an die wichtigen politischen Bewegungen der Gegenwart.

OITNB lohnt sich also nicht ausschließlich aus Binge-Watching-Gründen, sondern nutzt mit seiner neuen, etwas politischeren Inszenierung auch gleich die Chance, diejenigen im Publikum, die keine Nachrichten schauen, aufzurütteln. Davon abgesehen hat Orange is The New Black mit einem ziemlich liebenswerten Cast und ausreichend Action in den pissgelben Wänden des Frauengefängnisses von Litchfield aber auch ganz allgemein absolutes Sucht- und IneinemWischdurchschauenpotenzial. Volle Punktzahl, und so.

(Rebecca)

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Gilmore Girls

In dieser Serie geht es um das Leben von Lorelai Gilmore und ihrer anfangs 15-jährigen Tochter Rory. Sie leben in der Kleinstadt Stars Hollow, die von seltsamen Charakteren bewohnt wird, die noch seltsamere Feste feiern.

Gilmore Girls handelt von ganz alltäglichen Dingen wie Liebe, Schule, Familie usw. Der Unterschied zu anderen Serien sind die extrem schnellen Dialoge, die übrigens auch gut in der deutschen Übersetzung funktionieren (das ist ja nicht immer der Fall).

Gilmore Girls fühlt sich für mich wie eine warme kuschelige Jacke und eine Tasse Kakao an. Wer zur Zeit eine Auszeit vom realen Leben braucht, ist hier genau richtig.
Übrigens gibt es bald eine Fortsetzung in Form einer Miniserie. Vier 90-minütige Folgen (jeweils eine Jahreszeit in Stars Hollow) werden von Netflix produziert. Die meisten Hauptdarsteller, darunter auch Dean kreisch ( Jared Padalecki, Supernatural) werden für Gilmore Girls: A Year in the Life zurückkehren.

(Yanah)

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Mr. Robot

Elliot ist ein junger, begabter Programmierer, der unter sozialen Phobien und Angstzuständen leidet – unsere US-amerikanischen Freunde sagen Social Anxiety Disorder dazu. Er arbeitet bei einem Softwareunternehmen, das für die IT-Sicherheit eines Großkonzerns zuständig ist. So weit so normal, doch irgendwann kommt er in Kontakt mit einer Aktivistengruppe, die versucht, ebendieses Unternehmen zu stürzen und eine weltweite Revolution loszutreten.

Ich stoße beim Verfassen dieses Textes an Grenzen, da ich nicht zu viel verraten möchte, die Beschreibung dadurch aber recht dürftig ausfällt. Lasst euch dadurch aber nicht täuschen. Man kann die Serie nicht ausreichend und allumfassend loben, ohne die die Geschichte und den überraschenden Plot-Twist zu offenbaren und dadurch zu verderben.
Unterm Strich lässt sich aber sagen, dass wir es hier mit einer qualitativ hochwertigen Serie zu tun haben, was sich in der schauspielerischen Leistung, guter Erzählstruktur und dem lobenswerten, da reflektiertem, Umgang mit Despression und psychischen Erkrankungen wiederspiegelt.

(Fred)

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