Editor's Rating

7
Spannung
7
Cast
6
Setting
7
Weiterempfehlung

„The Man in The High Castle“ oder auf deutsch: „Das Orakel vom Berge“.

Kann sich zwar beinah Eins zu Eins hergeleitet werden, soll der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt sein. Ebenso, dass The Man in the High Castle auf Philip K. Dicks gleichnamiger Dystopie aus dem Jahre 1962 basiert, für die der US-amerikanische Science-Fiction-Autor 1963 mit einem Hugo-Award und 2015 mit einer Amazon-Prime-Pilotfolge Amazon-Prime-Pilotfolge bedacht wurde.

Ein weiterer Testballon aus den Tiefen des Amazon-as also. Wie weit er kommt, der Testballon, entscheiden die Zuschauer, denen der Online-Versandhändler ja zunehmend das Gefühl gibt, das Programm ( / die Golden Globes) in der Hand zu haben und als wäre neben abschalten und weggucken auch hinsehen eine ernsthaft in Erwägung zu ziehende Möglichkeit.

Nicht zuletzt, wenn als Produzenten Ridley Scott und Frank Spotnitz mit im Boot sind, denen ein erfolgreiches Übersetzen ja zweifelsohne zugetraut werden darf. (Anm. d. Red.: Betonung bei „Übersetzen“ liegt auf „Über“. Läge sie auf „setzen“, machte der Satz keinen Sinn.)

Wer „The Man in the High Castle“ nicht kennen sollte, aber trotzdem wissen will, worum es geht, möge einfach weiterlesen. Steht jetzt nämlich gleich hier. In kurz. Und rot. Als Fragen formuliert:

Was wäre, wenn Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt hätten?

Und was, wenn es ein Buch oder einen Film gäbe, die beschrieben, wie es sein könnte, wenn es nicht wäre, wie es vielleicht wäre, sondern so, als hätten die Alliierten und nicht die Achsenmächte den Krieg gewonnen?

Wie hätten? Haben sie doch. Stimmt schon. Allerdings entwarf K. Dick auch hierzu eine Alternativwelt zu der uns bzw. unseren Eltern bekannten. Sozusagen semireale Fiktion in per se fiktionaler Dystopie. Klingt nach beängstigender Anamnese (und nach Konjunktivtodesschwurbel).

Wer wissen will, wie die Mutmaßungen Philip K. Dicks unter Regie von David Semel verfilmt aussehen, schaue bitte einfach kurz hier:

The Man in the High Castle für alle und für immer

Und wer „The Man in the High Castle“ komplett sehen mag, stimme bitte hier ab und hoffe, dass sich der Vierteiler gegen die Konkurrenz durchsetzt. Erst dann nämlich geht die Serie tatsächlich in Produktion und auf Sendung.

Und falls nicht, bleibt ja immer noch das Orakel vom Berge als Buch und vielleicht auch mal die Zeit, selbiges zu lesen. Jetzt, da der Pilot so gut war, gesellt sich vielleicht sogar noch Interesse hinzu. Auch für jene, die bisher wenig bis gar nichts mit Sci-Fi-Literatur anfangen konnten oder wollten.

Philip K. Dicks preisgekrönte Dystopie und Amazon-Prime-Vorlage: The Man in the High Castle

Philip K. Dicks preisgekrönte Dystopie : The Man in the High Castle

 

Originally posted 2015-01-27 17:58:00.