Editor's Rating

Dann lieber oll, nur leicht einen sitzen und nur halb so gut frisiert.

3
Sit
2
Com
2
Generierte Lacher
1
Serientreue
1
Weiterempfehlung

Zurück zu Bruce McCullochs – einem der gefeierten Kids In The Hall –  autobiografisch angelehnter Comedy Young Drunk Punk, in die seit kurzem auf dem kanadischen TV-Sender City reingeguckt werden kann.

Und damit rein in das Leben zweier Adoleszenter im Calgary der 1980er. Hui. Coming-of-Age-Geschichte. Muss ja nicht schlimm sein, ist ja nicht die eigene. Sondern die der beiden Schulabgänger Ian McKay (Tim Carlson) und Archibald Shinky (Atticus Mitchell).

Musikalisch und modisch fernab von Disco suchen die bei Mitschülern als Loser bekannten Loser Freunde nach immer neuen Wegen aufzuwachsen, ohne ihre Ideale zu verraten. Die da in etwa wären:

 Bloß nicht ändern und werden wie Young Drunk Punk Ians Vater Lloyd (Bruce McCulloch), einem Golf-Caddy fahrendem Grünanlagenwärter mit Kleinstadtsheriffattitüde und Schnorres. Und natürlich auch nicht werden wie Ians date-affine, selbstbewusste Schwester Belinda (Allie Mac Donald) oder die nicht minder selbstbewusste und aufgeschlossene Mutter Helen (Tracy Ryan), dem Kopf (und Gesicht) der McKays. Weil: naja. Ist halt Familie. Und so darf ja keiner sein wollen.

Bloß nie Disco hören, das natürlich auch.

Wenn schon einen Plan haben, dann nur den, keinen zu haben.

Immerimmerimmer Freunde bleiben.

Die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen.

Wobei „besser“ eine Variable ist und das „Warum“ (nach Episode eins auch noch Episode zwei und drei geschaut wurde) eine Unbekannte X. Nun ja. Manchmal gibt es einfach wirklich gerade nichts anderes zu tun. Vermutlich das Geheimnis jeder dritten noch intakten Ehe.

Young Drunk Punk – Aus dem Westen nichts Neues

Jedenfalls sind drei Episoden, so kurz sie glücklicherweise auch sind, genug, sich ein Urteil erlauben zu können: Young Drunk Punk bietet nichts Neues. Und das, was da an nicht Neuem geboten wird, ist auch nichts, über das immer wieder gelacht werden kann und deswegen immer wieder gezeigt werden sollte. Entsprechend überschaubar auch die Zahl der Youtube-Aufrufe, wo die Episoden geschnorrt werden können. 13 Folgen sind geplant. Naja. Sind ja schnell vorbei. Und besser als Werbung gucken, ist die Sitcom dann doch. Sollte sich also für aktives Nicht-Werbung-Gucken interessiert werden: Nur zu. Hat man darüber hinausgehende Ansprüche: Herzlichen Glückwunsch!

Fazit: Es bleibt bei der halben Miete.

Originally posted 2015-02-10 11:03:34.