Nach dem Ausstand letzte Woche bekommt ihr nun besser spät als gar nicht eure wöchentliche Portion Film. Guten Appetit!

Die Arier

Was ist eigentlich ein Arier? Was macht ihn aus? Warum sind Deutsche Arier?
Die afrodeutsche Moderatorin, Autorin und Schauspielerin Mo Asumang macht sich auf die Suche nach den Antworten auf diese Fragen. Sie besucht Nazidemos, trifft Neonazis und Politiker der NPD und fühlt den kleinhirnigen Mitbürgern und auch ausländischen, nicht minder kleinhirnigen Braunträgern, mal ganz sanft auf den Zahn. Labern und leugnen und selfown der Kleinhirnigen mit Sicherheit inbegriffen. Bereits im Frühsommer strahlte Arte den Film aus und wer das verpasst hat und gern trotzdem einmal ein paar vor Erklärungsnot schwitzende kleine Braunhirne sehen möchte, dem legen wir wärmstens „Die Arier“ ans Herz.

Ab dieser Woche sonst noch im Kino:

Being and Becoming
Was passiert, wenn Kinder nur lernen, was sie lernen wollen. Hippiedoku.

Bocksprünge
Ganz viele deutsche Schauspieler und B-Promis gehen fremd und schwängern einander.

David Bowie is
Doku zur Ausstellung.

Der Bauer und sein Prinz
Prinz Charles und Bauer David Wilson versuchen seit etwa 30 Jahren die britischen Landwirte von Bio und Nachhaltigkeit zu überzeugen.

Die Legende der Prinzessin Kaguya
Gezeichnet. Märchen. Japan.

Die Tribute von Panem 3 – Mockingjay Teil 1
Ihr wisst schon. Das Mädchen aus der Arena, die nun Revolutionsgesicht werden soll.

Ein Schotte macht noch keinen Sommer
Paar vor der Scheidung versucht seinen Entschluss vor Kindern und Familie im Urlaub geheim zu halten. Selten dumme Idee.

Einer nach dem anderen
Norwegischer Schneepflugfahrer nimmt an einem Drogenkartell Rache für den Tod seines Sohnes. Verrückt.

Höhere Gewalt
Ein Familienvater ist sich im entscheidenden Moment selbst am nächsten. Es zernagt die Sippe langsam und von innen.

Keine gute Tat
Gefängnisflüchtling hält Alleinerziehende plus Kinder im eigenen Haus gefangen.

Love Supreme – Sechs Saiten und ein Brett
Auf den Spuren von Gitarrenhersteller Duesenberg.

Mary – Königin von Schottland
Biopic der schottischen Königin.

My Old Lady
Erbe erbt und will aus Erbe Geld machen. Im Weg stehen eine alte französische Dame und ihre Tochter.

New Offenburg – Die letzten Badener der USA
Deutsche Auswanderer aus dem 19. Jahrhundert in den USA von heute.

Olur Olur
Der Date-Doktor auf Türkisch.

Traumland
Ein paar Gutsituierte kämpfen mit Erste-Welt-Problemen und kennen alle eine Nutte. Ui ui ui.

News aus Film und Fernsehen:

Nach Irvine Welsh kommen Dick und Doof

Regisseur Jon S. Braid, der zuletzt durch die Verfilmung von Irvine Welshs (Trainspotting) „Drecksau“ aufgefallen war, und der Autor Jeff Pope haben sich zum Ziel gesetzt, die Abschiedstour der Komiker Stan Laurel und Oliver Hardy in einem Biopic zu verarbeiten. Stan wer? Und Oliver was? Ganz knapp und einfach: Es geht um die Comedy-Legenden „Dick und Doof“, deren Geschichte und vor allem auch Gesichter hinter den Rollen Braid und Pope zurück ins Leinwandleben bringen wollen. Wir finden’s irgendwie schön.

Pensionär Tarantino

Kultregisseur Quentin Tarantino gab in der letzten Woche bekannt, dass er sich nach seinem nächsten und zehnten (Erst zehn? Really?) Film filmemacherisch zur Ruhe setzen wolle. Ausgesorgt hat das Vorbild einer ganzen Filmemachergeneration wahrscheinlich schon länger. Er wolle nicht so lange auf der Bildfläche bleiben, bis man ihn anbettle doch endlich von der Bühne zu verschwinden, hatte er in einem Interview gesagt. Aber wie konsequent Tarantino mit solchen Entscheidungen ist, hat er ja schon bewiesen. Nämlich gar nicht. Den Film „The Hateful Eight“, den er nachdem das Drehbuch im vergangenen Jahr von Unbekannten geleakt worden war, nicht mehr verfilmen wollte, bringt er ja nun doch auf die Leinwand. Wir glauben nicht dran. Sorry.

Weil die Deutschsprachigen gut böse können

Zwar halten wir uns nicht alle für die Herrenrasse, aber die Rolle der Ekel und Bösewichte scheint den Deutschen und Österreichern im Blut zu liegen. Oder aber die amerikanische Filmindustrie diskriminiert uns ganz einfach. Diese Diskussion aber überlassen wir jemand anderem und beschränken uns ganz einfach dabei uns darüber zu freuen, dass Babyface Daniel Brühl ganz definitiv eine Rolle im nächsten Captain America Streifen und ganz vielleicht die des Bösewichtes abgegriffen hat, während Christoph Waltz schon ganz bestimmt den neuen Bond-Gegenspieler geben wird. Wir freuen uns drauf.

In diesem Sinne: Weitergucken! Hier gibt es nichts zu hören.

Originally posted 2014-11-18 20:30:55.