Editor's Rating

Eine gelunge Fortführung des Weltraum-Epos, das sich an die Tradition hält, aber auch frische Ideen einbringt. Selbst für Nicht-Enthusiasten ein Kinobesuch wert.

8
Machtfaktor
7
Hommage

Auf keinen Film hat sich die Welt das Jahr über so sehr gefreut wie über Star Wars Episode VII – Das Erwachen der Macht.

Am 17.12. ist endlich der offizielle deutsche Kinostart und die Fans bekommen endlich zu Gesicht, was über Monate hinweg reichlich Spekulationen und Mutmaßungen hervorgerufen hat.

Wir waren gestern schon mal drin und erzählen euch, was euch erwarten wird. Gestern durften wir noch nicht darüber reden, aber heute endet das Embargo und Infos wie Meinungen dürfen veröffentlicht werden.

Eines vorweg: Der Film ist kein Reinfall geworden. Da Disney die Produktion und J.J. Abrams die Regie übernommen hat, herrschte in weiten Teilen des Internets Verunsicherung, ob das alles so eine gute Idee sei und man die Macht nicht lieber ruhen lassen sollte.
Doch sie erwacht.

Zur Story selbst will ich gar nicht so viele Worte verlieren, da ganz schnell Spoilergefahr besteht, denn der Film wartet mit der ein oder anderen Überraschung auf.

Man sieht alte Bekannte, aber auch neue Gesichter und die Helden der kommenden Generation.

Im Kern hat sich nicht viel geändert, in dieser weit entfernten Galaxie. Es tobt immernoch der unerbitterliche Kampf Gut gegen Böse und die Rebellen begehren gegen die „Erste Ordnung“ auf.
In der letzten Episode wurde das Imperium von dieser diktatorischen Organisation abgelöst, die seither unter Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) mit eiserne Faust Krieg gegen den Wiederstand führt.

Der erste Teil dieser neuen Episoden-Trilogie lässt an manchen Stellen erkennen, dass vieles erst einmal vorbereitet werden muss. Die neuen Charaktere, die sich zwischen die alten Helden mischen und diese sogar teilweise ablösen. Und die Handlung, denn seit dem letzten Sternenkrieg sind einige Jährchen ins Land gezogen.
Darunter leidet jedoch der Filmspaß kaum, denn anders als beispielsweise im ersten Teil des Hobbits, bei dem man den Eindruck hatte, sie mussten die drei Stunden nutzen, um erstmal das Gröbste und den Epos einzuleiten.
Das ist hier glücklicherweise nicht der Fall. Man macht Bekanntschaft mit Rey (Daisy Ridley) und Finn (John Boyega), die sich unversehens auf einer wichtigen Mission für den Wiederstand (so scheinen die Rebellen mittlerweile zu heißen) befinden. Einen kleinen Sidekick in Droidenform gibt es auch wieder und man fühlt sich unversehens an einen alten Teil erinnert. Denn auch ein Ausnahmepilot ist mit von der Partie: Poe Dameron (Oscar Isaac) unterstützt unser Heldengespann im Kampf gegen Kylo Ren (Adam Driver) auf der Mission, die einer Früheren gar nicht so unähnlich ist.
Auch zwischen Kylo Ren und vergangenen Zeiten besteht ein Bezug. Aber viel mehr will ich darüber nicht sagen.

Bild: Dan Mumford © Lucasfilm Ltd.

Bild: Dan Mumford © Lucasfilm Ltd.

Dieser Umstand und die vielen Querverweise zur Star Wars Historie lassen ein nostalgisches Gefühl aufkommen, dass durch überraschend viele Gags und mit Augenzwinkern über lange Strecken aufrechterhalten wird.
Verstärkt wird das durch Han Solo (Harrison Ford), der mit Chewbacca an seiner Seite immernoch im All unterwegs ist und nach langer Zeit wieder auf Leia (Carrie Fischer) trifft.

Dass einige Leute sterben (keine Stormtrooper), verleiht dem Ganzen dann noch etwas mehr Gewicht und steckt auch den Rahmen für die folgenden Teile ab. Somit ist Das Erwachen der Macht nicht nur eigenständiger Film, sondern eine gelungene Einleitung für das nächste Kapitel im Star Wars Universum.

Gerade die Schlussszene schreit nach der Fortsetzung und macht auch direkt Lust darauf, weil man unmittelbar merkt: Jetzt geht es erst richtig los!

Originally posted 2015-12-16 11:58:59.