Es gibt ja solche und solche Kinobesuche. Kennt man ja, oder? Aber die Frage ist, welche sind denn jetzt die besseren?

Ganz klar, die bei denen man Scheiß erwartet und dann eigentlich ganz gut unterhalten wird. So geschehen mit Chasing Mavericks, dem neuen Gemeinschaftswerk von Regisseur Curtis Hanson („L.A. Confidential)“ und Michael Apted („James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug“).

CHASING MAVERICKS

Die Story beruht auf einer wahren Geschichte und ist recht simpel: Jay Moriarity – ein Jüngling mit Sixpack und Surfneigung sowie „Vater weg, Mutter heillos überfordert“-Sozialisierung – erfährt, dass es die sagenumwobenen Riesenwellen, Mavericks, tatsächlich gibt. Nach etwas Überzeugungsarbeit kann er seinen Nachbarn und Surfpro „Frosty“ überzeugen, ihm das Reiten der Wasserriesen beizubringen. Sie schließen einen Pakt.

Jay lernt und Frosty macht die Regeln und seinem Namen mit seiner kalten Art alle Ehre. Aber wie soll es auch anders sein, die beiden werden erst Plansch-Buddys und dann eines dieser seltsamen Der-Vater/Sohn-den-er-nie-hatte-Gespann. War ja klar. So gut, so vorhersehbar. Wie das Leben halt so spielt. Leidenschaft schweißt halt zusammen. Phrase, Phrase, Phrase.

Klingt öde? Ein bisschen. Dennoch lohnt sich der Kinobesuch, denn neben Schnulz und Pathos bleibt dann doch noch ein bisschen Platz für Sport und Technik und wahnsinnige Aufnahmen, die sich auf einer Kinoleinwand dann irgendwie doch besser machen als im 13-Zoll-Verpixel-Stream. Auuußerdem hat Moriarity höchstselbst an dem autobiografischen Drehbuch mitgeschrieben, bevor mit nur zarten 22 Jahren beim Free-Diving das Zeitliche segnete.

Wenn ihr also mal nüscht zu tun habt so um den 17. Januar 2013 rum und Lust auf ein bisschen Emo-Unterhaltung mit Surferbäuchen, viel Freude bei Chasing Mavericks.

Kirsten

Originally posted 2013-01-16 11:00:59.