Zwei Trends, die sich seit jeher durch die Modewelt ziehen, sind Labels, deren Namen man nicht aussprechen kann und Modemacher, bei denen man sich fragt, ob sie noch ganz knusper sind. Moschino und Jeremy Scott sind da keine Ausnahme. Anlässlich des Debuts des Herren als tongebender Designer für Moschino schämen wir uns nicht, genau diese Frage zu stellen: „Was hat ihn denn da geritten?“. Zugegeben ist das Ganze eine rhetorische Frage, denn es sieht so aus, als wäre es eine neunziger Version von einem Junkfood-liebenden Spongebob Schwammkopf gewesen. Verwirrend? Ja, aber eben auch originell und innovativ. Auf der Mailänder Fashion Week präsentierte Jeremy Scott nun das Ergebnis dieser skurrilen Inspirationen.

Zu Beginn zeigte Jeremy Scott Designs, deren Anlehnung an den Fastfood-Riesen McDonald’s unverkennbar ist. Auch den für die italienische Marke typischen Kuhprint zeigte der Designer in einer neuen Version.

Im zweiten Teil der Show hatte die animierte Figur, die wohnhaft in Bikinibottom in einer Ananas ist, ihren großen Auftritt. Ob auf Taschen, Mänteln, Leggings oder Oberteilen, überall fand sich die Witzfigur (welch gelungenes Wortspiel) wieder.

Diese Ausflüge in Welten, die eigentlich nicht viel mit High Fashion zu tun haben, reichten Jeremy Scott aber nicht. Nach diesen eher humoristischen Ideen, zeigte er seine Affinität zu den Neunzigern und bewies die Ghetto Chic des Labels durch den exzessiven Gebrauch von Goldschmuck und den berühmten Moschino Gürteln in ungewöhnlicher Repititivität.

Abschließend lies es sich der amerikanische Designer nicht nehmen noch eine andere Fascette der Kollektion zu zeigen, die sehr verspielt und bunt war. Mit anderen Worten sahen die Modelnden aus, als hätten sie sich in überdimensioniertes Bonbonpapier gehüllt.

Wer sich das vollständige Spektakel in bewegten Bildern zu Gemüte führen möchte, kann dies hier im eingefügten Video tun.

Fazit: Drüber, aber irgendwie geil.

Originally posted 2014-02-24 20:04:12.