Der SLEAZE Plattenteller im November Nr. 63: Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem, poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Der SLEAZE Plattenteller im November Nr. 63 – Musikreviews der Stunde

Diesmal mit Johann Sebastian Bass, Keegan und Dot Legacy.

Johann Sebastian Bass – Dogma

Der SLEAZE Plattenteller im November

Johann Sebastian Bass – Dogma

Label: Bass Records
VÖ: 18.11.2016

Genre: Dance, Electronic
Klingt wie: In der Roller Skate Disco

Stellt euch Folgendes vor: Es ist Samstag Abend und ihr habt nicht so richtig Bock auf ein typische Berliner Party Nacht. Also schnappt ihr euch eure beste Freundin und eure Rollschuhe aus Omas Kleiderschrank und ab geht’s ins SO36 zur Roller Skate Disco.
Und genau dann, wenn ihr eure Roller an euren Tretern habt, beginnt es diese Band zu spielen: Johann Sebastian Bass. Und ihr seid im absoluten Disco-Fieber-Himmel. Denn die Österreicher – von denen ihr eventuell noch nie etwas gehört habt, ihr Banausen – machen Disco Sound vom Feinsten.

Unterhaltsam, unaufgeregt – dabei aber immer so, dass es euch motiviert noch eine Runde zu drehen. Natürlich kann man diese EP auch ohne Rollschuhen an den Beinen hören. Dann aber vielleicht mit einem gepflegten Gin Tonic in der Hand.

(Mariella)

7/10

Keegan -Famous Last Words

Keegan - Famous Last Words

Keegan – Famous Last Words

Label: Bellfire Records / Bellaphon
VÖ: 25.11.2016

Genre: Powerpop
Klingt wie: Maximo Park

 

Keegan kommen eigentlich aus Köln, klingen aber sehr britisch. Mag vielleicht daran liegen, dass der Sänger Ian Maxwell aus UK kommt.

Ich kannte die Band bis vor 60 Minuten nicht, obwohl „Famous Last Word“ schon ihr viertes Album liegt. Vielen anderen scheint es auch so zu gehen, denn die Facebook-Seite der Jungs hat nur 450 Fans und das liegt sicher nicht an deren Musik. Die ist erstaunlich gut. Keegan nennen ihren Stil Powerpop und der beschreibt auch das neue Album recht genau. Es geht nach vorne und lässt wenig Zeit zum Nachdenken. Obwohl alles sehr laut und treibend ist, finden sich feine Melodien.

Leider fehlt Famous Last Words ein richtiger Hit, damit ich länger daran denken könnte. Am besten gefällt mir „Let it ride“, dieser Song hat Ohrwurmqualität … aber für ein ganzes Album zu wenig.

Fazit: Perfektes Album für eine Autofahrt.

(Yanah)

6,5/10

 

Dot Legacy – To The Others

Dot Legacy - To The Others

Dot Legacy – To The Others

Label: Setalight
VÖ: 25.11.2016

Genre: Rock
Klingt wie: Stonerrock mit Schizophrenie

Die Franzosen um Dot Legacy zäumen das Pferd namens Rock’n’Roll von hinten auf und halten sich überraschend sicher im Sattel.
Sie selbst nennen das Ergebnis „Energy Rock“ und wie so oft bei selbstkreierten Genrebezeichnungen, ist der Begriff so vage, dass man nicht genau weiß, was überhaupt gemeint sein soll.
Andererseits schadet es nicht eine Beschreibung  zu nutzen, unter der sich die meisten nicht viel vorstellen können, denn ihr Sound bewegt sich ebenso nicht in klar abgesteckten Gebieten.

Das hat manchmal einen Stonerrock-Groove, lässt aber genügend Raum für Gospel und Country mit Orgeleinsatz und hin und wieder Winken mal die Beastie Boys aus der Ferne.
Dieses Prinzip geht nicht immer auf, kann jedoch insgesamt betrachtet wirklich überzeugen und ist vor allem sehr fresh – wie man im Hip Hop Milieu dazu sagen würde.

(Fred)

7/10

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