Das Leben ist nicht fair und wir SLEAZELs sind es erst recht nicht. Unsere Rubrik Schlechter als SLEAZE macht euch mit den schlechtesten Veröffentlichungen der kommenden Tage bekannt. Da wir aber keine kompletten Arschlöcher sind, versuchen wir wenigstens ehrlich zu sein. Ist eine VÖ überraschenderweise doch besser, als wir vermutet haben, dann stehen wir auch dazu. In diesem Fall gibt es eine gute Bewertung und einen imaginären Blumentopf für den/die Künstler/in.

Tattarataaaaaaa…wir präsentieren euch: Schlechter als SLEAZE im Juli!

Diesmal mit T-Zone, Michael Wendler und Nik. P. 

T-Zon  – Alles auf Anfang

T-Zon - Alles auf Anfang

T-Zon – Alles auf Anfang

Label: Takeover Music
VÖ: 10.06.2016

Genre: Deutsch-Rap-Pop-Zeugs
Klingt wie: Hey, ich probier mal wie Casper zu klingen

Mariella, mein MitSLEAZEL hatte sich schon den Wendler geschnappt, also musste ich mich  mit T-Zon begnügen. Mein erster Gedanke: „Wieso nennt der sich wie eine kosmetische Problemzone im Gesicht?“ Als ich dann seiner Musik lauschte, wusste ich warum. Das Album ist für 13 – 16 jährige Youtuberinnen, die es noch nicht besser wissen und Opfer ihrer Hormone sind. T-Zon klingt wie ein weichgespülter Casper nur ohne Rachenkatarrh, dafür aber mit ganz viel  Bla Bla. Warum jeder immer gleich denkt, er sei ein krasser Rapper, nur weil er mal seinen Bus verpasst hat, bleibt mir ein Rätsel. Das größte Ärgernis an „Alles auf Anfang“ ist, dass ich eigentlich das neue Album von Biffy Clyro hören könnte. Doch stattdessen muss ich mit dem Müll hier rumärgern.

(Yanah)

3 / 10

Michael Wendler – Der Ultimative Hitmix

Schlechter als SLEAZE im Juli

Michael Wendler – Der Ultimative Hitmix

Label: Ariola (Sony Music)
VÖ: 17.06.2016

Genre: Schlager
Klingt wie: das Cover aussieht

Seht ihr es? Seht ihr dieses Bild da rechts am Bildrand? DAS ist das ultimative Grauen in Pixeln. Und damit nicht genug. Immerhin geht es hier um den Wendler und der macht keine halben Sachen, der macht meistens HITMIXETTEN, die so wundervoll sind, dass sogar euer Goldfisch nach wenigen Minuten der Beschallung, verkehrt herum am oberen Beckenrand treiben würde. Aber zurück zum Bild: Dieses ist nämlich nur ein kleiner, schrecklicher Vorbote auf das, was euch im Inneren erwartet. Und das ist nicht einmal gut genug, um es auf der Tupperware-Party der Oma eurer meist gehassten Freundin zu spielen. Was genau ich damit meine, erspare ich euch. IHR SOLLT DIESEN HITMIX SOWIESO NICHT – ich wiederhole – NICHT HÖREN!!!

(-2/10)

Mariella

Nik P. – Da Oben #16

Schlechter als SLEAZE im Juli

Nik.P. – Da Oben #16

Label: Sony Music
VÖ: 08.07.2016

Genre: Schlager-Pop
Klingt wie: Ballermann zur Nebensaison

Alles etwas halbgar und lauwarm auf dem reich gedeckten Schlager-Tisch des Nikolaus Presnik, der bei genauerer Überlegung vielleicht besser bei seinem echten Namen geblieben wäre.
Wobei Nik P. dann doch besser zur Musik passt, die genauso beliebig klingt und ebenso wenig in Erinnerung bleibt.
Im Gegensatz zu den ganzen anderen Knallfröschen, die mit ihm dieses obskure Genre bevölkern, fehlt bei ihm jedoch jeglicher Knall, da alles nicht nur sehr dünn, sondern reichlich uninspiriert klingt. Als hätte er selbst keine Lust gehabt, diese generischen Texte einzusingen.
Es ist anzunehmen, dass er mit diesen Songs nicht mal das unkritischste und dankbarste Publikum, das ein Musiker haben kann, beeindrucken kann: Ballermann-Touristen und Apres-Ski-Proleten.
Vermutlich würden selbst die sich dazu nicht auf die Tische erheben, um ihren Lörres im Takt umherzuwedeln.

(Fred)

1/10