Das Leben ist nicht fair und wir SLEAZELs sind es erst recht nicht. Unsere Rubrik “Schlechter als SLEAZE” macht euch mit den schlechtesten Veröffentlichungen der kommenden Tage bekannt.
Da wir aber keine kompletten Arschlöcher sind, versuchen wir wenigstens ehrlich zu sein. Ist eine VÖ überraschenderweise doch besser als wir vermutet haben, dann stehen wir auch dazu. In diesem Fall gibt es eine gute Bewertung und einen imaginären Blumentopf für den/die Künstler/in.

Tattarataaaaa…Wir präsentieren euch: Schlechter als SLEAZE im Oktober!

Beatrice Egli – „Bis hierher und viel weiter“

Beatrice Egli - Bis Hierher und Noch Viel Weiter

Beatrice Egli – Bis Hierher und Noch Viel Weiter

Label: Polydor
VÖ: 24.10.2014

Genre: Schlager
Klingt wie: ein Tag im Leben der himmlischen Familie

Alter. Über 500,500 Likes auf Facebook und unzählige verkaufte Platten. Geht’s noch??? Bis hierher und noch viel weiter klingt wie eine Drohung (und ist es auch). Nach dem ersten Song „Auf die Plätze, fertig, ins Glück“ (Respekt!) weiß ich nicht genau, ob ich lachen oder weinen soll. Beatrice Egli ist ein weiteres Produkt einer deutschen Castingshow. Danke Deutschland, Danke Dieter Bohlen für ein weiteres, tiefschwarzes Kapitel in der unendlichen Geschichte von „Musik, die weg kann“. Wenn ich noch mehr von dieser gequirlten Scheiße hören muss, sehe ich mich leider gezwungen, mein Stofftier zu killen. Das ist noch viel schlimmer, als alle Helene Fischers und Florian Silbereisens zusammen. Sperrt sie doch alle in den Musikantenstadl und lasst sie nie nie wieder raus. Bäh…

(Mariella)

Anstatt Punkten bekommen diese Woche alle Künstler eine Abmahnung!

 

Thomas Godoj  – „V“ (Deluxe Edition Inkl.3 Bonus Songs)

Thomas Godoj - V

Thomas Godoj – V

Label: Tomzilla Musik
VÖ: 24. Oktober 2014

Genre: Rock
Klingt: Als hätte der Thomas Verstopfungen

Der Godoj hat dieses Album über Startnext finanziert und behauptet, dies wäre auch noch sein bestes. ER setzt seinen ganz eigenen Maßstab an und das ist auch gut für ihn. In der reellen Welt ist dieses Album schlecht.  Ja ehrlich, Thomas. Nur weil du eine tiefe Stimme hast und tatsächlich mal an einer Castingshow teilgenommen hast, bedeutet das nicht, dass du für immer Musik machen musst. Es gibt bestimmt eine Menge Dinge, die du kannst. Wei l… Musik kannst du nicht. Du bist nicht unsympathisch, nur anscheinend der Meinung, dass du auf eine Bühne gehörst. Mit dieser Meinung bist du nicht allein und deshalb will ich nicht nur dir sagen: GEH(T) WEG!!!

(Yanah)

ABMAHNUNG!

 

Ross Antony – „Goldene Pferde“

Ross Anthony - Goldene Pferde

Ross Anthony – Goldene Pferde

Label: Telamo (Sony Music)
VÖ: 24.10.2014

Genre: Schlager
Klingt wie: „Solange ich viel Geld verdiene, ist’s mir egal mit was.“

Könnt ihr euch an Bro’Sis erinnern. Ja, wir versuchen es auch nicht. Aber leider gibt es da eine Figur, die uns mit zuverlässiger Regelmäßigkeit und gratis Ohrenschmerz immer wieder mit der Nase hineinstößt, wie eine nicht-stubenreine Katze in ihr Pipi. Diese Figur heißt Ross Antony und hat es doch tatsächlich – trotz fehlender persönlichkeitsdefinierender Eigenschaften – geschafft vom mittellosen Musicaldarsteller über einen Zwischenstopp als unmündiges Popsternchen zum Schlager“star“ aufzusteigen. Keine Steigerung sagt ihr. Aber wir haben Rossessss perfiden Plan durchschaut, denn beim Schlager zwischen Helene Fischer und Udo Jürgens, da liegt das Geld. Und der dauergrinsende Brite hat seine Chance gewittert, was vom Kuchen abzuknabbern. Denn mal im Ernst unter uns und mit Wahrheitskappe auf, Herr Antony, den Rotz hört doch nicht mal ihre Mutti gern. Dabei spielt es auch eigentlich überhaupt keine Rolle, ob wir von Solo-Album Nr. Eins namens „Two Ways“, „Meine Neue Liebe“ oder dem aktuellen Schmankerl der Blechdosen-Beat-Geschmacklosigkeit „Goldene Pferde“ reden. Wir beglückwünschen Herrn Antony zu seiner verlorenen (oder nie da gewesenen) Credibility und einem Arsch voll Schlager-Koks-Geld. Chapeau und Ohren zu!

(Kirsten)

ABMAHNUNG!

Die Fantastischen Vier – „Rekord“

Die Fantastischen Vier - Rekord

Die Fantastischen Vier – Rekord

Label: Four Music
VÖ: 24.10.2014

Genre: Deutscher Hip Hop
Klingt wie: Die da von früher

25 Jahre haben sie mittlerweile auf dem Buckel und außer am Kleidungsstil hat sich gar nicht so viel verändert. Seit das damals noch ganz neu – weil Hip Hop auf Deutsch – und dadurch automatisch fresh war, hat sich im deutsprachigen Sprechgesang mittlerweile so einiges getan. Sie können sich nicht mehr allzu so gut behaupten und das trotz vielseitigen Themen, die sie gewohnt souverän vortragen. Das mag daran liegen, dass ihnen die nächste, junge Generation mit ihrem Raop, im eigenen Hoheitsgebiet das Wasser abgräbt. Dennoch bleibt es Rap, den Studienräte bedenkenlos und ohne schlechtes Gewissen feiern und die örtliche Frauengruppe in ihren verrückten Momenten auflegt.

(Fred)

ABMAHNUNG! (und insgeheim 5/10 Sternen)