Das Leben ist nicht fair und wir SLEAZELs sind es erst recht nicht. Unsere Rubrik “ Schlechter als SLEAZE ”  macht euch mit den schlechtesten Veröffentlichungen der kommenden Tage bekannt.
Da wir aber keine kompletten Arschlöcher sind, versuchen wir wenigstens ehrlich zu sein. Ist eine VÖ überraschenderweise doch besser als wir vermutet haben, dann stehen wir auch dazu. In diesem Fall gibt es eine gute Bewertung und einen imaginären Blumentopf für den/die Künstler/in.

Tattarataaaa…wir präsentieren euch: Schlechter Als SLEAZE Teil 4!

Biggi Bardot – Heiß und feucht

Biggi Bardot – Heiß und feucht

Biggi Bardot – Heiß und feucht

Label: Telamo (Sony Music)
VÖ: 25.04.2014
Genre: Mallorca-Schlager

Klingt wie: Eine gescheiterte Düsseldorfer Friseurgesellin nach einer Brust-OP und zwei Eimern Sangria.

Man nehme eine künstlich-blonde Pornodarstellerin mit künstlich-überdimensionierten Brüsten, ekelhafte, bierbäuchige, schwitzende, deutsche (!) Mallorca-Touristen, ein kleines, billiges Keyboard von Casio, suche sich den erstbesten Beat darauf aus, stelle einen kleinen, untersetzten Mann mit Vokuhila dahinter, gebe noch eine gehörige Prise Autotune dazu und man hat BIGGI BARDOT – den Suizidwunsch auf CD. Ein betrunkener Affe würde einfallsreichere musikalische Beiträge von sich geben. Nicht nur nämlich, dass bei diesem widerwärtig furchtbaren Malle-Bierkönig-Geschwofe, das bei den Socken-in-den-Sandalen-Urlaubern dank zu viel unbedecktem Busen der vortragenden vielleicht irgendwas, bei mir leider nur Kotzreiz erregt – nicht gesungen wird. Die ganze Nummer ist von vorn bis hinten zusammengeklaut. Welcher hirnamputierte, halbglatzige Vollpfosten von Biggi-vögelndem Produzenten kam denn bitte auf die Idee, dass die Welt noch eine Version des „Knallroten Gummiboots“ braucht. Schämt euch! Alle! Macht was Vernünftiges und lasst die armen Spanier in Frieden. Ich suche mir jetzt einen Strick!

Sterne sind heute aus. Einfach merken: NICHT HÖREN!

Kirsten

 

Anastacia – „Resurrection“

Anastacia – „Resurrection“

Anastacia – „Resurrection“

Label: BMG Rights Management
VÖ: 9.5.2014
Genre: Pop

Klingt wie: Jede Menge Knödel im Hals!

ANASTACIA IST NACH FÜNF JAHREN MIT EINEM NEUEN ALBUM ZURÜCK! Wuhuuuuuu, darauf haben wir alle gewartet! Angeblich habe die Sängerin während der Aufnahmen zu diesem Album die schrecklich Nachricht bekommen, dass der Krebs zurückgekehrt sei. Und das wird jetzt als PR-Zugpferd für das neue Album medienwirksam ausgebreitet. Naja… fragwürdig, aber bitte. Eigentlich geht es hier ja um die Musik und die ist… ähm… wie immer halt. Viel knödeliges Rumgequake, tränendrüsenbehaftetete Songtexte und melodramatische Melodien. Da hat sich nicht viel geändert. Nur die einstigen Powersongs à la „I’m Outta Love“ fehlen. Klingt mehr nach ödem Kuschelrock als emanzipierter Powerfrau. Ist aber vielleicht auch gut so. Dann nervt das Gequake nicht immer so krass beim Autofahren.

2/10

Mariella

 

George Michael – „Symphonic“ 

George Michael – Symphoniic

George Michael – Symphoniic

Label: Virgin EMI Records/Universal
VÖ: 25.04.2014
Genre: Orchestraler-Cover-Pop

Klingt wie: nicht aufdringliche Hintergrundmusik im Kaufhaus

George Michael, den wir alle – zu Recht – wegen „Last Christmas‟ hassen, hat ein Livealbum mit seinen Lieblingssongs veröffentlicht. Diese covert er mit Orchesterbegleitung. So blöd das klingt, muss man sagen, dass das gar nicht so blöd klingt… so blöd das auch klingt. Auf dem CD-Cover sieht er aus wie Ringo Starr und auch wenn ich nicht so weit gehen würde und zum Kauf der Scheibe rate, so lässt allein dieser Fakt keinen puren Hass zu. Eher eine liebevolle Abneigung.

4/10

Fred

 

ACHT – „Stell dir vor“

ACHT – Stell dir vor

ACHT – Stell dir vor

VÖ: 09.05.2014
Label: Neuzeitstürmer

Genre: Pop-Rock
Klingt wie: Ein ProSieben Teenie-Film

Kennt ihr noch Gil, den langhaarigen, schlaksigen Jungen ohne Bartwuchs, der immer mal durch Bravo TV und GZSZ scharwenzelte? Er hat jetzt einen Bart und eine Band. „Still“ auf „will“ und „bleiben“ auf „leiden“. Die vier von ACHT scheinen wahre Reimkünstler zu sein und auch sonst eher mäßig. So generell mäßig eben. Mäßig bis anstrengend. Aber die Asiaten werden es lieben. Und die Muttis, die hinter ihren Bügelbrettern tanzen. Ich sage: „Och neee, geh weg!“

3/10
Kirsten

 

Enrique Iglesias – “Sex and Love”

Enrique Iglesias – “Sex and Love”

Enrique Iglesias – “Sex and Love”

Label: Universal
VÖ: 09.04.2014

Genre: Latin Pop
Klingt wie: Ein Möchtegernsänger, der die Grenzen akustischer Körperverletzung neu definiert

Wir hatten vier wundervolle Jahre. Vier Jahre voller Ruhe, gepaart mit jugendlichem Leichtsinn und vollkommener Glückseligkeit – vier Jahre ohne Enrique Iglesias. Aber wie alles Schöne muss dies auch einmal zu Ende gehen: Denn nun ist er mit seinem neuen, tiefgründig betitelten Album „Sex and Love“ zurück. Die Warze mit Gesicht dran schafft es, diese Glücksgefühle, samt allen Erinnerungen an jene, mit den ersten Silben dem Erdboden gleich zu machen. „I´m a freak“ schreit Señor Iglesias gleich zu Beginn des elf Titel andauernden Horrors dem Hörer entgegen. Oh ja, Enrique das bist du! Textzeilen wie „I love the way she gets so physical, fucks like an animal“ sind die lyrischen Tiefpunkte des Langspielers, bei dem es, wie der Name schon vermuten lässt, ordentlich zur Sache geht. Das komplette Werk lässt sich einfach und prägnant zusammenfassen: Wenig Talent, ganz viel Autotune und noch mehr Mist. Geh weg, du freakiger Freak!

(Stefan)

0/10

Echt Steinbach – „Meilensteine“

Echt Steinbach – „Meilensteine“

Echt Steinbach – „Meilensteine“

VÖ: 09.05.2014
Label: WunderLand Records

Genre: Schlager-Matthias-Reim-Wolle-Petri-Abklatsch(-Versuch)
Klingt wie: Gewollt und nicht gekonnt

Uiuiui, was soll man dazu sagen? Hier kommt alles zusammen, was den geneigten Musikhörer schaudern lässt. Synthetikdrums, kitschige E-Gitarrenklänge, ab und an akustische Momente, vollkommen überproduziert und mit Phrasendrescherei auf höchstem Niveau versehen. Wer auch immer die Texte geschrieben hat, mag wohl Reime… die klassisch-simplen… Haus – Maus und so. Man darf den Studiomusikern nicht böse sein, weshalb Herrn Steinbach der ganze Unmut trifft. Also echt, Steinbach, sowas muss doch nicht sein.

1/10

Fred

Loewenhertz – „Irgendwo in Deutschland“ 

Loewenhertz – „Irgendwo in Deutschland“

Loewenhertz – „Irgendwo in Deutschland“

VÖ: 09.05.2014
Label: Label: Bob Media Gmbh & Co. Kg

Genre: Electro- Pop (sagt die PR-Agentur)
Klingt wie: Ich singe ganz langsam, weil ich nicht schneller lesen kann.

Die PR-Agentur sagt: „Die musikalische Nähe zu Bands wie De/Vision (Friends Like Me), Depeche Mode (Addicted To You), Wolfsheim (Der Weg), !distain oder auch dem frühen Hubert Kah (Endlose Räume) ist unüberhörbar.“ Absolut unüberhörbar ist diese grässliche sensible Stimme. Diese Stimme pflückt im Sommer Blumen und schreibt Gedichte darüber. Sie schämt sich auch nicht vor anderen zu weinen, wenn man zum Beispiel an einem Kinderkrankenhaus vorbeigeht. Diese Stimme klingt, wie diese Satinbettwäsche bei Lidl aussieht. Irgendwie glatt und schleimig und man rutscht immer aus dem Bett raus. Das würde ich übrigens bei DIESER STIMME auf jeden Fall auch tun. Raus aus dem Bett und weit weg. Die Beats nerven mit Electro-Keyboard-Unsinn. Der Rest versucht wie Wolfsheim zu sein, schafft es aber nur wie ein sauberes Katzenklo zu klingen. Die Sache mit Depeche Mode würde ich als Frechheit empfinden, wenn ich nicht wüsste wie hart es ist, PR-Texte für Scheißalben zu schreiben. Kann man hören, sollte man aber nicht!

Yanah

2 / 10