Jeder mag Musik.
Da vieles davon nicht mehr ganz so aktuell, aber weiterhin großartig ist, haben wir nun einen Grund gefunden, dennoch darüber schreiben zu können. Ab sofort stellen wir euch regelmäßig die Lieblingsalben eurer Lieblingskünstler vor. Kurz und knackig aufgelistet.
Jeder mag Listen.

Was ihr jetzt mit diesen Informationen anfangt, ob vielleicht jemand ein paar Bands neu für sich entdeckt, oder ob ihr da gleicher oder ganz anderer Meinung seid, bleibt voll und ganz euch selbst überlassen.

Diese Woche zeigen uns die mega charmanten, mega tollen und mega sportlichen Jungs von Mega! Mega! ihre liebsten Lieblingsalben  – just Simply the Best!

 

Jay Z – The Blueprint

 

Da war es plötzlich: DAS Hip Hop Album schlechthin. Jay Z hatte in gewohnter Manier abgeliefert. 2001 sorgte „The Blueprint“ für heftige Furore unter den Hip Hop Fans und den bis Dato gestandenen Rappern.

Songs wie „Izzo“ und „Girls“ mit der Kombination aus melodisch-eingängigen-, treibenden Beats und den Hooklines aus der Hölle sind bis heute absolute Evergreens.

 

Turbostaat – Das Island Manöver

Endlich hat sich Turbostaat mal getraut etwas gefälligere Melodien und Songstrukturen zuzulassen. Und das steht ihnen verdammt gut. Die ohnehin schon super emotionale Stimmung explodiert förmlich sobald sich die Songs auch mal ohne Umweg in den Refrain stürzen.

Da geht einem das Herz auf. Das Album hat uns bei der Vorproduktion zu unserem Album und Fahrten auf 1000 Festivals begleitet und läuft immer noch rauf und runter bei uns. Besonders stolz sind wir drauf, dass wir auch auf dem offiziellen Video zu „Fünfwürstchen Griff“ vertreten sind.

 

 

 

K.I.Z. – Urlaub fürs Gehirn

Ein Befreiungsschlag gegen die Selbstzensur, der große Traum der absoluten künstlerischen Enthemmung, die wichtigste Swingerclub-Regel eiskalt umgesetzt: alles kann, nix muss. Es ist völlig beneidenswert, wenn man die Eier hat alles zu sagen und zu reimen, wie man es will. „Fick Nächstenliebe, ich hab Käsefüsse“, das will jeder schreiben können. Kann aber nicht jeder, kann nur KIZ ohne, dass es Klamauk ist. Das ganze noch ultrafett produziert wie noch kein KIZ-Album zuvor. Intelligente Reime. Themen, bei denen Mutti umkippt und Papa feiert.

Für Dummbatzen, die den Humor nicht verstehen, ist es ein sehr gefährliches Album, weil die Themen immer sehr radikal pointiert werden, was extremen Meinungen gerne in die Karten spielt. Doch ganz so einfach machen es KIZ den Dummbatzen dann doch nicht. Denn die im Hiphop beispielsweise
oft thematisierte Homophobie wird mit Heterophobie („Doitschland schafft sich ab“) gekontert.

 

 

Marteria – Zum Glück in die Zukunft

Am liebsten möchte man darin versinken, in dem glasklaren Klang der verspielten beats und dem wahnsinnigen Bass, der jede einzelne Körperzelle zum vibrieren bringt. Gepaart mit der unverwechselbaren Stimmfarbe und Rapstil von Marten, der mit ungezwungenen und einfallsreichen Texten über sein Leben erzählt, ergibt das ein Hiphop-Album, das man mit Freude vom ersten bis zum letzten Titel durchlaufen lassen kann.

Dabei ist es vor allem eins: innovativ. Auf eine erschreckend natürliche und gar nicht anstrengende oder gewollt klingende Art und Weise. Ganz im Gegenteil, es klingt alles so unglaublich richtig und stimmig, dass man das Gefühl hat es muss einfach so sein und als hätte es noch nie anders sein dürfen.

 

Biffy Clyro – Opposites

Was biffy clyro in der Vergangenheit schon eindrucksvoll bewiesen haben bestätigt sich nun ein weiteres mal. Sie können Rockmusik in all ihren Facetten. So schaffen sie es auch auf diesem Album mitreißende Balladen zu schreiben, bei welchen man bei anderen Bands wohl mit den Augen rollen und sie als Kitsch und schnulz abstempeln würde, sich aber gerade durch die clevere und nie langweilig werdende musikalische Umsetzung diesem Urteil nicht im entferntesten stellen muss.

Und genauso findet man martialisch schreiende Rockbretter bei denen man mitwippen muss und auch getrost mal von der Emotion getrieben mit der Faust gegen die Wand schlagen kann. Absolutes Bomben-Album, das uns schon einige Stunden im Bus begleitet hat.

 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Mega! Mega! nicht nur einen großartigen Musikgeschmack pflegen, sondern auch selbst welche produzieren – lässigen Indiesound auf deutsch, mit viel und gern Strobo-Zauberscheiben!

Um die vier Jungs live und in Farbe zu erleben, und zwar am 17. Mai auf dem Randale und Liebe Fest, schreibt uns eine E-Mail an geschenke@sleazemag.com und verratet uns, was euch den letzten Nerv raubt.

Die kreativste oder auch bemitleidenswerteste Einsendung  wird belohnt – wir verschenken tröstende 1×2 Gästelistenplätzchen. 

Die Aktion läuft bis zum 16. Mai 12 Uhr. Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern ausgelost und direkt benachrichtigt.