Jeder mag Musik. Jeder mag Listen.

Da vieles davon nicht mehr ganz so aktuell, aber weiterhin großartig ist, haben wir nun einen Grund gefunden, dennoch darüber schreiben zu können. Ab sofort stellen wir euch regelmäßig die Lieblingsalben eurer Lieblingskünstler vor. Kurz und knackig aufgelistet.

Was ihr jetzt mit diesen Informationen anfangt, ob vielleicht jemand ein paar Bands neu für sich entdeckt oder ob ihr da gleicher oder ganz anderer Meinung seid, bleibt voll und ganz euch überlassen.

Diese Woche mit dem Eisernen Besen: Morlockk Dilemma


Der Lieblingsmisanthrop der deutschen Hip Hop Szene, dessen Musik dem gebildeten Zuhörer wohl deutlich mehr zusagt, als die Farid Bang’sche Hauptschulpoesie. Sein Humor ist mindestens so schwarz wie (Achtung Redaktionsinsider) „Yanah ihm seine Landsleute“ und er fletscht auch gern mal in der Cypher die Zähne. Uns hat er jedoch brav seine fünf Lieblingsalben aufgezählt und wie man bereits erwarten konnte, steckt dahinter eine geballte Ladung Räääp – BOOM!

 

1. GZA – Liquid Sword

Ich liebe dieses Album. Auch wenn es mittlerweile gut 20 Jahre auf dem Buckel hat, kann ich es immer noch hören wie am ersten Tag. Wie aus einem Guss, düstere, atmosphärische Beats, wie vielleicht nie wieder auf einem Wu-Release. Die ganze Scheibe hat mich definitiv sehr geprägt und ist ein Paradebeispiel für einen homogenen Sound. Das ist für mich und meine Musik ein wichtiger Aspekt, ob ein Album gelungen ist. Nur dadurch kannst du den Hörer auf einen Film schicken, was auch der Grund dafür ist, dass ich den Großteil meiner Sachen selbst produziere bzw. den Kreis der Produzenten auf ein Minimum reduziere.

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2. Madvillain – Madvillainy

Eigentlich kann man an der Stelle auch sämtliche Doom- oder Madlib-Releases anführen, allen voran natürlich die großartige „Doomsday“-Scheibe. Aber gerade dieser Release sticht für mich deshalb hervor, weil es den Zusammenschluss zweier Genies darstellt, beide auf dem Peak ihrer Schaffenskraft. Kann die Platte zu jeder Stimmungslage hören und fühl mich dabei wieder wie 18.

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3. Ill Bill – Whats wrong with Bill

Neben Ghostface lyrisch wohl der größte Einfluss auf meine Sachen. Kann mich noch erinnern, als ich Bill das erste Mal auf Platte gehört habe. Alles, was ich vorher an Rap gehört hatte, erschien mir plötzlich Flow-technisch auf Pleistozän-Level. Ein kleiner Traum ging 2013 in Erfüllung, als wir zusammen unseren Track „Van Gogh“ recordet haben. Wir haben uns kennengelernt und er hat mir Probs für meine Sachen gegeben.

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4. Ghostface Killah – Twelve Reasons to die

Ghostface, ein Rapper mit unglaublicher Diskografie. Großartiges Storytelling, perfektes Beatpicking. Ich hab diesen Release ausgewählt, weil er zeigt, wie man als Artist seinem Style treu bleibt, ohne sich selbst zu kopieren. Natürlich muss man an der Stelle den Klassiker „Ironman“ erwähnen, oder das etwas untergegangene „Apollo Kids“. Und ja, sogar das überzuckerte RnB-Projekt „The Wizard of Poetry in Emerald City“ war dope.

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5. Kool G Rap & Necro – The Godfathers

Okay zugegeben, „The Godfathers“ ist (noch) kein instant classic, habe die Platte aber gepickt, weil es zwei meiner Alltime Favs vereint. Seit „I need drugs“ bin ich ein Necromaniac. Niemand sonst ist so ignorant seinem Stil treu geblieben. Neben Necro ist auch Kool G Rap ein Beispiel für Hardcorerap und  ausgeklügelte Reimketten. Die!

 

 

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War das jetzt schon alles? NEIN!

Wir verschenken, gemeinsam mit dem lieblichen Leipziger eine Instrumentalplatte von „Kapitalismus Jetzt“, welche seit 23. Mai in den Läden steht. Beantwortet uns bis 30. Mai 2014 folgende Frage: Wer hat damals im 19. Jahrhundert die Zwangsjacke erfunden?

Sendet eine E-Mail mit der Antwort an geschenke@sleazemag.com

Und so hört sich das dann an, wenn man flinke Fingerchen hat….